Am Landgericht Bochum geht es derzeit um Steuerhinterziehung.
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Am Landgericht Bochum geht es derzeit um einen Missbrauchsprozess.

Mit Drogen zur Polizei

Mann aus Recklinghausen gesteht Übergriffe auf elfjährigen Jungen

  • Werner von Braunschweig
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Weil er sich an einem Jungen sexuell vergangen haben soll, muss sich ein 30-jähriger Recklinghäuser vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Die Tat hatte er zunächst bestritten und nun doch gestanden.

Update, 20. April: Spätes Geständnis im Missbrauchsprozess gegen einen Arbeiter aus Recklinghausen: Nachdem der Angeklagte (30) die Vorwürfe, sich mehrfach an einem zur Tatzeit elfjährigen Jungen sexuell vergangen zu haben, zunächst bestritten hatte, hat er am Dienstag am Bochumer Landgericht einen überraschenden Rückzieher gemacht – und jetzt doch noch alles zugegeben.

Die Richter der 5. Jugendschutzkammer hatten den Jungen am vergangenen Verhandlungstag in nicht-öffentlicher Verhandlung vernommen. Wie am Rande des Prozesses bekannt wurde, hatte der inzwischen 15-Jährige die Anschuldigungen dabei weitestgehend bestätigt. Danach soll der Angeklagte zuerst versucht haben, den Schüler, der 2018 zeitweise mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter bei dem Angeklagten in der Wohnung gelebt hatte, zu küssen. Später soll es noch zu mindestens einem sexuellen Übergriff auf der Couch gekommen sein.

Aussichten auf mildere Strafe verbessert

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe war von der Polizei die Wohnung des 30-Jährigen durchsucht und eine Kinderporno-Sammlung entdeckt worden. Auf Festplatten waren laut Anklage mehr als 1300 Kindesmissbrauchs-Videos und fast 1000 Missbrauchs-Bilder abgespeichert.

Durch das Geständnis hat der Recklinghäuser zwar seine Aussichten auf eine mildere Strafe verbessert. Ob das noch für eine Bewährungschance (nur möglich bei einer Maximalstrafe von bis zu zwei Jahren Haft) ausreichen kann, scheint aber unklar. Der Prozess wird fortgesetzt.

Erstmeldung, 14. April: Vor der 5. Jugendschutzkammer geht es beim Prozessauftakt am Mittwoch zudem um die Abgabe von Drogen an Minderjährige und einen erschreckenden Kinderpornofund. Darüber hinaus war der Angeklagte im Januar auf der Recklinghäuser Polizeiwache zur Erfüllung einer Meldeauflage mit Amphetaminen in seiner Tasche erschienen.

Mindestens ein schwerer sexueller Übergriff

Die Missbrauchsvorwürfe gehen zurück auf den Zeitraum von 2018 bis 2020. Damals lebte der Recklinghäuser in einer Wohnung im Norden von Herne. Laut Anklage hatte der 30-Jährige damals einer guten Freundin und ihren zwei Kindern Unterschlupf gewährt. Nach deren Einzug soll der 30-Jährige zuerst versucht haben, den damals elfjährigen Sohn seiner Freundin zu küssen. Anschließend soll es noch zu mindestens einem schweren sexuellen Übergriff gekommen sein.

Kinderporno-Videos und Missbrauchs-Bilder aufgetaucht

Bei einer Wohnungsdurchsuchung waren später auch mehr als 1300 Kinderporno-Videos und fast 1000 Missbrauchs-Bilder entdeckt worden. Darüber hinaus soll der 30-Jährige, der aktuell wieder bei seinem Vater in Grullbad lebt, mehrfach Amphetamine an minderjährige Kinder aus seinem Umfeld abgegeben haben. Das Urteil wird am 30. April erwartet.

Nach einem Zwischenfall in einem Altenheim muss sich ein ehemaliger Bewohner vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, schwere und gefährliche Körperverletzung.

Nach dem versuchten Tötungsdelikt an Ostern hat die Polizei mithilfe der Bürger nach einer Sportarmbrust gesucht. Sie soll von Bedeutung sein. Inzwischen ist sie wieder aufgetaucht.

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