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Moderator Uwe Kisker wird seit drei Jahrzehnten gestalkt.

Urteil vor dem Dortmunder Landgericht

Uwe Kisker wird seit 30 Jahren gestalkt - hat es mit dem Urteil ein Ende?

Das Urteil vor dem Dortmunder Landgericht ist gefällt. Ob damit ein für alle Mal Ruhe einkehrt für Uwe Kisker bleibt abzuwarten.

  • Seit 30 Jahren wird der Dortmunder Moderator Uwe Kisker per Telefon terrorisiert.
  • Jetzt ist der Täter Carl B. zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
  • Der Moderator glaubt nicht, dass das Telefon-Stalking damit ein Ende hat.

Sein Stalker, Carl. B, ein Recklinghäuser, ist am Mittwoch vor dem Dortmunder Landgericht zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Seit 30 Jahren macht er ihm das Leben zur Hölle.

Wie es heißt, hat sich Carl B. vor Jahren in die heutige Ehefrau Kiskers verknallt. Seitdem redet er sich offenbar ein, der einzig wahre Mann im Leben der Frau zu sein. Deshalb ruft er Uwe Kisker an. Immer und immer wieder. Manchmal im Sekundentakt, manchmal nachts, immer mit unterdrückter Nummer.

„Mein Herz pocht, das kann ich gar nicht beschreiben"

Wenn die Sprache auf seinen Stalkingfall kommt, wird Uwe Kisker, eigentlich eine Frohnatur, schmallippig und still. „Mein Herz pocht, das kann ich gar nicht beschreiben“, sagte er am Mittwoch schon vor Beginn der Verhandlung. Er glaubt, dass Carl B. ihn nicht nur ärgern und verängstigen, sondern gezielt verletzen möchte.

Seit Mai bekommt Kisker wieder anonyme Anrufe. Den letzten erst vor einigen Wochen. „Ich weiß genau, dass er es wieder ist“, sagte er am Mittwoch am Rande des Prozesses. „Die Taktung stimmt und auch, dass er meistens nur einmal klingeln lässt und sofort wieder auflegt.“

Uwe Kisker befürchtet, weitere Terror-Anrufe

Aus diesem Grund hat Uwe Kisker nun erneut Strafanzeige gegen Carl B. erstattet. Ob daraus eine neue Anklage der Staatsanwaltschaft entstehen wird, steht aber noch nicht fest. Fakt ist allerdings, dass Carl B. der Widerruf der seit Mittwoch rechtskräftigen Bewährungsstrafe droht, sollte er sich innerhalb der kommenden vier Jahre noch einmal erwischen lassen. Ob ihn das von weiteren Terror-Anrufen abhält? "Ich glaube es nicht", sagt Uwe Kisker.

Kürzlich stand der Bandidos-Chef aus Recklinghausen vor Gericht. Die Polizei darf seine Daten speichern.

Der spektakuläre Raub in einem Juweliergeschäft in Oer-Erkenschwick ist noch nicht aufgeklärt. Im Fall der Kiosk-Täter gibt es eine Verurteilung.

Der Prozess wegen Missbrauchs in 62 Fällen gegen einen Briefzusteller aus Datteln ist aktuell in einer Zwangspause - die darf aber nicht ewig andauern.

von Martin von Braunschweig

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