Mutter mit Kleinkind
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Bei Corona-Fällen in der Kindergärten stoßen so manche Eltern auf Betreuungsprobleme.

Lutherkindergarten

Mutter äußert Vorwurf gegen Behörde und steht nach Coronafall in Kita vor Betreuungsproblem

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Im Lutherkindergarten in Süd gibt es einen positiven Corona-Fall. Eine Mutter bemängelt, dass die Behörde schlicht zu spät reagiert habe.

Über einen Aushang in der Kita an der Magdalenenstraße sei sie am Dienstag über den positiven Coronafall informiert worden. Eine Quarantäne-Anordnung habe es am Dienstag allerdings noch nicht gegeben. Das habe die junge Frau vor Probleme gestellt: „Ich habe gerade eine neue Stelle angetreten. Und wenn ich jetzt einfach so mit meiner Tochter zu Hause bleibe, verliere ich den Job wahrscheinlich.“

Wer betreut schon Corona-Verdachtsfall?

Eine alternative Betreuung sei schwer zu organisieren: „Wer betreut schon ein Kind, das vielleicht mit dem Coronavirus infiziert ist?“ Dem Kindergarten selbst und seiner Leitung möchte die Mutter keinen Vorwurf machen. Das Versäumnis sieht sie beim Gesundheitsamt. Am Mittwoch sei sie schließlich über die 14-tägige Quarantäne für ihre Tochter informiert worden, sagt die Frau. „Das hätte schon einen Tag früher passieren müssen.“

Kreis: Gesundheitsamt hat richtig gehandelt

Aus Sicht des Kreises hat das Gesundheitsamt richtig gehandelt. „Das positive Testergebnis lag erst am Montag vor“, sagt Kreis-Sprecherin Lena Heimers. Die Kontaktnachverfolgung sei daraufhin umgehend gestartet worden. Generell erfolge eine Quarantäneverfügung erst, wenn ein positives Testergebnis vorliegt und nicht in Verdachtsfällen. Lena Heimers: „Da gibt es ganz klare Vorgaben.“ Überfordert sei das Kreisgesundheitsamt nicht. „Aber wir haben sehr, sehr viel zu tun. Die Kollegen arbeiten sieben Tage in der Woche.“ Zu Stoßzeiten ist der Andrang in Schulbussen besonders groß. Verkehrsverbände schlagen eine Lösung vor.

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