Burger King-Filiale am Dordrechtring
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Diese Burger King-Filiale am Dordrechtring ist überfallen worden.

Brutale Szenen

Nach Überfall auf Burger-King-Filiale am Dordrechtring: Landgericht Essen fällt Urteil

  • Jörn Hartwich
    vonJörn Hartwich
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Vier Jahre nach dem Überfall auf die Burger-King-Filiale am Dordrechtring in Recklinghausen hat das Landgericht Essen ein Urteil gefällt. Der Angeklagte kommt auf freien Fuß.

Update, 27. Januar: Damals wurde der Schichtleiter der Burger-King-Filiale am Dordrechtring mitten in der Nacht geschlagen, bedroht, gefesselt. Die Bilder der Überwachungskamera zeigen brutale Szenen. Der Täter entkam mit mehr als 7000 Euro. Wer der Mann war, wird aber wohl für immer unklar bleiben. Der einzig übrig gebliebene Verdächtige ist am Mittwoch freigesprochen worden.

Bei dem Mann handelte es sich um einen Vater aus Castrop-Rauxel. Er hatte eine Frau und zwei Söhne. Der 33-Jährige war ins Visier der Ermittler geraten, nachdem es „Gerede“ gegeben hatte. Er soll nach der Tat von November 2016 Geld besessen und den angeblichen Tippgeber an der Beute beteiligt haben. Beweisen ließ sich das aus Sicht der Richter allerdings nicht. Die Aussagen der Zeugen seien nicht ausreichend, hieß es.

Angeklagter nach Urteil aus Gefängnis entlassen

Der Angeklagte selbst hatte im Prozess von Anfang an seine Unschuld beteuert und auch kurz vor der Urteilsverkündung noch einmal gesagt: „Ich habe mit dieser Sache nichts zu tun.“ Genau das hatte ihm zumindest die Staatsanwaltschaft nicht abgenommen und sieben Jahre Haft beantragt. Nach dem Freispruch ist der Castroper direkt aus dem Gefängnis entlassen worden.

Den überfallenen Schichtleiter hat die Tat damals schwer mitgenommen. Vor Gericht sprach er von Angst- und Panikattacken. Er habe seinen Job nicht mehr ausüben und seine Wohnung nicht mehr alleine verlassen können. Außerdem habe er ein Jahr lang psychologische Hilfe benötigt. Mehr dazu am Donnerstag, 28. Januar, im E-Paper.

Erstmeldung, 21. Januar: Am Mittwoch, 20. Januar, ist bekannt geworden, dass der 33-Jährige aus Castrop-Rauxel möglicherweise sogar mit einem Aufschlag rechnen muss. Hintergrund ist ein Urteil vom Amtsgericht Münster aus 2017. Damals war gegen den Angeklagten eine Strafe von einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verhängt worden.

Er hatte mit einem Komplizen einen Drogendealer überfallen, der dabei mit einem Schlagstock verletzt wurde. Sollte er im aktuellen Prozess am Essener Landgericht nun ebenfalls verurteilt werden, müsste diese Strafe nachträglich mit einbezogen und dann wohl auch abgesessen werden.

Überfall auf Filiale in Recklinghausen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen vor, in der Nacht auf den 26. November 2016 den Schichtleiter der Burger-King-Filiale und eine Reinigungskraft überfallen und dabei rund 7300 Euro erbeutet zu haben. Er selbst bestreitet das, will sich im Prozess am Essener Landgericht aber nicht weiter äußern. DNA-Spuren sind am Tatort nicht gefunden worden. Auch die Aufzeichnungen der Überwachungskamera sind wegen der Maskierung keine Hilfe. Was die Ermittler allerdings haben, sind Hinweise aus dem Umfeld des Angeklagten.

Zeuge nicht vor Gericht erschienen

Einer der Zeugen, ein Mann aus dem Obdachlosen-Milieu, könnte den Richtern möglicherweise mehr sagen. Er ist am Mittwoch jedoch nicht erschienen. Die Polizei war sogar kurzfristig an seiner Unterkunft vorbeigefahren, hatte den Mann aber nicht angetroffen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Nach einem peinlichen Rechtschreibfehler eines Burger-King-Mitarbeiters ließ die Antwort eines Fast-Food-Konkurrenten nicht lange auf sich warten. Auch das Netz lachte sich schlapp. 

Investor und Architekt haben die Pläne für das neue Einkaufszentrum an der Herner Straße nachgebessert. Statt der anfangs vorgesehenen Burger-King-Filiale kommt ein Recklinghäuser Gastronom zum Zuge.

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