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Kaum aufgestellt, schon beschmiert: Unbekannte haben dieses Verkehrsschild an der Nesselrodestraße in Recklinghausen mit roter Farbe versehen.

Fahrradstraßen an der Mollbeck 

Neue Schilder mit Farbe bemalt: Bürgerprotest oder das Werk von Schmierfinken?

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Unbekannte haben neue Fahrradstraßen-Schilder rund um die Mollbeck mit Farbe bemalt. Ist es das Werk von Schmierfinken oder der Ausdruck von Protest gegen die neuen Verkehrsregeln?

  • Piktogramme auf der Fahrbahn mit roter Farbe durchgestrichen 
  • Stadtverwaltung sieht keinen Handlungsbedarf
  • Radler haben auf Fahrradstraßen jederzeit Vorrang 

Vorfahrt für Radler - das ist die Devise auf den Fahrradstraßen, von denen es seit wenigen Tagen sieben weitere in Recklinghausen gibt. Verkehrsschilder am Straßenrand sowie Piktogramme auf der Fahrbahn sollen auf die veränderte Regelung hinweisen. Jetzt sind die ersten Schilder bereits mit roter Farbe beschmiert worden. 

Eindeutiges Zeichen: Da hat wohl jemand etwas gegen die Einrichtung der Fahrradstraße in Speckhorn.

Betroffen sind die Fahrradstraßen-Piktogramme und ein Verkehrsschild an der Nesselrodestraße/Zum Rodelberg und an der Nesselrodestraße/Speckhorner Straße in der Nähe der Mollbeck. Ob es sich dabei "nur" um illegale Schmierereien handelt oder aber um gezielten Bürgerprotest gegen die Maßnahmen, ist unklar. Aktuell sieht die Stadtverwaltung jedoch noch keinen Handlungsbedarf. Die rote Farbe sei nicht von Dauer und werde im Laufe der Zeit durch den Verkehr abgerieben werde, erklärte eine Stadtsprecherin. Bei der Verwaltung habe sich bislang niemand über die Einrichtung der neuen Fahrradstraßen beschwert - es habe im Gegenteil viel Zuspruch für die Neuregelung gegeben. 

Weitere Fahrradstraßen in Recklinghausen sollen folgen

Neben der Speckhorner Straße und der Nesselrodestraße wurden auch die Bladenhorster Straße und die Kölner Straße/Behringstraße kürzlich in Fahrradstraßen umgewandelt. Von dort sind (bislang) keine Farbschmierereien bekannt. Im Sommer sollen der Elper Weg, die Paulusstraße und die Große-Perdekamp-Straße als Fahrradstraßen folgen. Die gesamte Fahrbahn wird praktisch zum Radweg. Motorisierte Fahrzeuge dürfen je nach Zusatzbeschilderung weiter dort fahren, aber maximal mit Tempo 30. Radfahrer haben jederzeit Vorrang. Sie dürfen sogar nebeneinander fahren.

Am Ostcharweg hatte es zuletzt immer wieder Probleme mit Autofahrern auf Schleichwegen gegeben. Farbschmierereien am Feuchtbiotop Paschgraben haben für Unmut bei den Fördervereinsmitgliedern gesorgt. Ärger gibt es derzeit auch für Bahnkunden, die auf die S9 warten.

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