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Eine Hunde-App meldete Giftköder in Recklinghausen.

Giftköder im Nordviertel

App "Dogorama" meldet Giftköder: Betroffene Bulldogge vor Kurzem verendet

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Per App ist eine angebliche Falschmeldung über Giftköder verbreitet worden. Jetzt meldet sich ein Hundebesitzer zu Wort. 

  • In der Hunde-App "Dogorama" wurden am Sonntag in Recklinghausen etliche Giftköder und Rasierklingen gemeldet. 
  • Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes reagierte umgehend. Auch die Betreiber der App melden sich zu Wort.
  • Der Einsatz war durchaus kurios. 

Update, 17. Januar:Nach der Meldung über Giftköder im Nordviertel von Recklinghausen, die sich als Falschmeldung eines Users der App "Dogorama" herausstellte, hat ein Leser von 24Vest Kontakt zu uns aufgenommen.

Er berichtete, dass die englische Bulldogge seines Bruders und seiner Schwägerin vor rund zwei Wochen in der Tat einen präparierten Köder gefressen hätte und inzwischen trotz Notoperation daran gestorben wäre. Dem Ordnungsamt sei dieser Fall mitgeteilt worden. Das wurde von der Behörde auch bestätigt, allerdings sei die Meldung erst am Donnerstag dieser Woche eingegangen – von der Hundebesitzerin selbst.

Ordnungsamt ist irritiert: Keine Köder in Recklinghausen gefunden

Der Leser berichtet weiter, dass Mitarbeiter des Ordnungsamts im Bereich des Nordfriedhofs auf der Suche nach Ködern gewesen und auch fündig geworden. So zumindest sei es von anderen Hundehaltern erzählt worden. Das Ordnungsamt zeigt sich irritiert: Zwar hätte man sehr wohl Mitarbeiter in Bewegung gesetzt, um das Areal um den Nordcharweg zu überprüfen, aber diese hätten nichts gefunden.

Update, 15. Januar, 16.22 Uhr: Nachdem über die App "Dogorama" eine falsche Warnmeldung über Giftköder im Nordviertel verbreitet wurde, meldeten sich die Betreiber des Giftköder-Warndienstes persönlich zu Wort.

Demnach seien sie am Morgen des 15. Januar auf die Falschmeldung aufmerksam gemacht worden. Sie stamme laut der Betreiber von einem ihrer Nutzer. 

Nach Vorfall in Recklinghausen: Start-up will Falschmeldungen vermeiden

"Als Start-up-Unternehmen, das den Giftköder-Warndienst kostenlos anbietet, sind wir auf die Ehrlichkeit unserer App-Nutzer angewiesen", sagt ein Sprecher der App. Und weiter: "Wir sehen uns natürlich in der Pflicht, einen Missbrauch des Warndienstes zu verhindern und Falschmeldungen umgehend aus dem Verkehr zu ziehen. Daher werden wir den Vorfall zum Anlass nehmen, unser Prüfverfahren zu überarbeiten, um zukünftige Falschmeldungen zu vermeiden."

Die Betreiber wollen künftig engeren Kontakt zu Ordnungsämtern und Behörden suchen, um "offiziell klingende" Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Die Meldung ist mittlerweile von der Plattform entfernt worden.

Erstmeldung, 15. Januar, 11.33 Uhr: Doch der Außendienstmitarbeiter, der sich vor Ort im Nordviertel umgeschaut hat, konnte keine Giftköder entdecken. „Weder haben wir Hinweise von Bürgern erhalten noch wurde unser Mitarbeiter vor Ort fündig", sagte eine Sprecherin der Stadt.

Etliche Köder in Recklinghausen?

Kurios ist in diesem Fall, dass die App am vergangenen Sonntag genau Gegenteiliges vermeldete. Rund um den Nordcharweg, zwischen Halterner Straße und Börster Weg, seien etliche Köder mit Rasierklingen gefunden worden, nachdem ein Hund einen solchen aufgenommen hätte. Und nicht nur das: Das Ordnungsamt selbst hätte die Köder gefunden, stand dort zu lesen

Meldung der Dogorama-App verbreitete sich schnell in Recklinghausen

Die Nachricht verbreitete sich schnell unter den Hundebesitzern. Auch in der Behörde hatte man die entsprechende Meldung in der „Dogorama“-App gelesen und so daraufhin einen Mitarbeiter rausgeschickt. 

Letztendlich stellte sich heraus, dass die Nachricht eine Falschmeldung war. Auf Nachfrage bestritt das Ordnungsamt, dass es dort oder auch anderswo in Recklinghausen Köderfunde gegeben habe. Unklar ist nach wie vor, wer Urheber dieser Meldung war. Vermutet wird ein Internetnutzer aus Recklinghausen.

Bei einem Gassigang in Herten kam es vergangenen Monat zu einer Eskalation: Ein Mann und eine Frau gerieten wegen der Hunde in Streit. Die Frau berichtete später, der Mann habe sie blutig geschlagen. Der wiederum schildert den Vorgang anders.

Auch in Recklinghausen kam es bei einem Hundespaziergang zu einer Auseinandersetzung. Ein Mann hat dabei eine Fußgängerin angegriffen.

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