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Drei Mann an der Stange: Die "Beast Brothers" konnten ihr Publikum schnell von ihren artistischen Qualitäten überzeugen.

Ruhrfestspielhaus

"Beast Boys" lassen 800 Weiber dahinschmelzen

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RECKLINGHAUSEN - Wenn die Altstadtblüten an Weiberfastnacht zur Damensitzung bitten, dann ist die Hütte voll. Und so war das Ruhrfestspielhaus am Donnerstagabend mit 800 feierfreudigen Besucherinnen einmal mehr ausverkauft.

Kurz vor dem Einmarsch in den Saal genehmigt sich Vize-Präsidentin und Moderatorin Margit Quednau im traditionellen bunten Hexen-Köstum der Altstadtblüten einen Sekt gegen die Aufregung. Das Lampenfieber ist auch vor der 32. Auflage der Damensitzung nicht verschwunden. Aber Margit Quednau weiß: „Nach dem ersten Satz ist alles gut.“Die meisten Frauen sind an diesem Abend Stammgäste. So wie Sabine Burks und ihre Freundinnen. „Hier müssen wir uns nicht antatschen lassen“, sagt die resolute Recklinghäuserin und wedelt mit ihrem Plastik-Beil. Feiern können und wollen sie ohne Männer. Zumindest vorerst. Ganz ohne Herren geht es auf der Damensitzung dann aber auch nicht. Mit den „Beast Brothers“ betreten drei turnende Gesellen die Bühne, die ausschließlich aus Bauchmuskeln und etwas eng geratenen Jeanshosen zu bestehen scheinen. Das Publikum johlt. Der Kampf um freie Sicht auf die Muskelberge wird, wo nötig, energisch geführt. Auch anderswo wird an Weiberfastnacht in Recklinghausen ausgelassen Karneval gefeiert. Die Schlange vor dem „Suberg’s bei Boente“ reicht anfangs von der Augustinessenstraße fast bis auf den Altstadtmarkt.

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