Patrick Kula, Inhaber der Steigerwurst, musste durch die Einschränkungen 50 Prozent Umsatzbußen hinnehmen.
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Patrick Kula, Inhaber der Steigerwurst, musste durch die Einschränkungen 50 Prozent Umsatzbußen hinnehmen.

Ausgewählte Gäste statt Massenansturm

So geht es den Gastronomen in Recklinghausen nach dem Corona-Lockdown

  • Alexander Spieß
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  • Alina Meyer
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Auch in Recklinghausen gibt es einige Regeln zu beachten. Doch Gastronomien dürfen wieder öffnen. Allerdings sind deren Umsatzzahlen nicht gerade erfreulich.

  • Unter der Bedingung, dass Abstände eingehalten werden und die Gäste ihre Kontaktdaten in Listen eintragen, dürfen Gastronomien auch in Recklinghausen wieder öffnen.
  • Allerdings müssen alle Lokale ausnahmslos Einbußen hinnehmen.
  • Viele Gastronomen setzen auf Bewirtung im Freien

Kurz vor der geplanten Saisoneröffnung traf die Gastronomie am Stadthafen von Recklinghausen das Corona-Aus. Betreiber Stefan Böhmer schätzt, das er derzeit nur 30 bis 40 Prozent des sonst üblichen Umsatzes erreicht. Er beschäftigt derzeit zwei bis drei Leute mehr als sonst, die die Personalien der Gäste erfassen und das Lokal desinfizieren.

Gastronom aus Recklinghausen: "Sind froh, dass wir wieder am Start sind"

„Wir müssen sehen, wie sich das entwickelt“, sagt Stefan Böhmer. Er hat sich einen Grundoptimismus bewahrt: „Wir sind froh, dass wir jetzt immerhin wieder am Start sind.“ 

Das sieht auch Patrick Kula, Inhaber des Imbisses „Steigerwurst“ an der Martinistraße so. „Als klar war, dass der Verkauf durch das Fenster gestattet ist, habe ich nach zwei Tagen Schließung direkt wieder geöffnet. „Als Ein-Mann-Betrieb ergibt es für mich mehr Sinn, den Laden versuchsweise zu öffnen, anstatt zu Hause zu sitzen.“

Nicht alle Gäste in Recklinghausen wollen Kontaktdaten preisgeben

Das hinzugekommene obligatorische Eintragen der Kontaktdaten in Listen nehmen nicht alle Gäste positiv auf. „Wir haben schon einige Kunden wegschicken müssen, die ihre Daten nicht preisgeben wollten. Die dürfen wir dann nicht bewirten", sagt etwa Betriebsleiter David Zirnsack vom Extrablatt, der Einbußen zwischen 80 und 90 Prozent verzeichnete.

Das Betreiber-Duo um Christian Rodewald und Timo Schmitz des Ausflugslokals „Herzlich“ an der Mollbeck setzt derzeit auf Außengastronomie im Biergarten mit 17 Tischen. „Unser Geschäft ist daher sehr wetterabhängig. Christi Himmelfahrt war demnach ein guter Tag für uns", sagt Christian Rodewald. Trotzdem liegen die Einnahmen auch hier schätzungsweise bei nur 30 bis 40 Prozent des ursprünglichen Umsatzes. 

Café Extrablatt in Recklinghausen am Sonntag leer gefegt

Trotz großem Frühstücksbuffet ist das Café Extrablatt am Sonntag nahezu leer gefegt. Das ist eine Katastrophe“, sagt Betriebsleiter David Zirnsack am Sonntag. „Bis hier wieder Normalität einkehrt, wird es noch lange dauern.“ Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in unserem E-Paper.

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