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Ein Fall fürs Bochumer Schwurgericht: Ein Obdachloser soll einen Mann aus Recklinghausen totgeprügelt haben.

Drogenabhängiger unter Verdacht

Mordanklage: Hat ein Obdachloser einen 33-Jährigen in Recklinghausen totgeprügelt?

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat einen Obdachlosen (40) wegen Mordes angeklagt. Der Drogenabhängige soll einen 33-Jährigen in dessen Wohnung in Recklinghausen brutal getötet haben.

  • Ein Obdachloser soll in Recklinghausen einen 33-Jährigen totgeprügelt haben.
  • Auslöser für die brutalen Schläge soll ein Streit um Drogen gewesen sein. 
  • Aktuell sitzt der Verdächtige in Haft.

Als Tatort gilt eine Wohnung an der Hohenzollernstraße in Recklinghausen. Hier war im April 2019 die übel zugerichtete Leiche eines 33-jährigen Mannes entdeckt worden. Der Obdachlose, der jetzt wegen Mordes angeklagt wurde, soll offenbar zeitweise Untermieter des späteren Opfers (33) gewesen sein. Die Anklage stützt sich auf DNA-Spuren und Zeugenaussagen.

Opfer in Recklinghausen gefesselt und brutal geschlagen

Laut Staatsanwaltschaft kam es zu einem heftigen Streit zwischen den Männer. So soll der 40-Jährige von dem Wohnungsinhaber verlangt haben, sein Drogenversteck preiszugeben. Doch das hat der 33-Jährige offenbar nicht getan. Daraufhin soll der Obdachlose nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sein Opfer mit einem Antennenkabel gefesselt haben und ihm dann mit einer heißen Glühbirne Brandflecken im Gesicht verpasst haben, ehe er mit dem Fuß der Stehlampe immer wieder erbarmungslos und brutal auf sein Opfer eingeschlagen haben soll. 

Angeklagter sitzt nach mutmaßlicher Tat in Recklinghausen aktuell in Haft

Bei der Obduktion der Leiche registrierten Rechtsmediziner unter anderem Trümmerbrüche im Gesicht und ein fast abgetrenntes Ohr. Als Todesursache gilt Verbluten. Der Angeklagte wurde neun Tage nach der Tat festgenommen. Aktuell verbüßt er eine Haftstrafe wegen eines Drogendeliktes. Wegen seiner Drogensucht geht die Anklage von verminderter Schuldfähigkeit aus. Ein Termin für den Prozessbeginn am Bochumer Schwurgericht steht noch nicht fest.

Von Werner von Braunschweig

Der Fall Marvin K. beschäftigt nicht nur die Ermittler, sondern auch die Politik. Vor dem Landgericht Bochum muss sich aktuell auch ein 55-Jähriger aus Recklinghausen wegen sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter verantworten. Ein Mordprozess am Dortmunder Schwurgericht ist derweil ins Stocken geraten.

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