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Hier geht es nicht mehr durch: Die Rietstraße ist jetzt Einbahnstraße.

A 43-Ausbau

Wieder wird es eng in Hochlar

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RECKLINGHAUSEN - Einmal mehr sorgt der Ausbau der A 43 für Unannehmlichkeiten – und erneut trifft es den Ortteil Hochlar. Der Landesbetrieb Straßen.NRW bietet wenig Trost und hofft auf den Gewöhnungseffekt.

Das Nadelöhr heißt Rietstraße. Diese ist seit einigen Tagen unter der Autobahn nur noch von der Friedrich-Ebert-Straße aus zu befahren, von der anderen Seite, also von der Rottstraße her, geht nichts mehr. Und das wissen offensichtlich nicht alle Autofahrer, wie Anwohner Frank Predeck beobachtet hat: „Es kommt dort aktuell immer wieder zu haarsträubenden Szenen. Viele bemerken erst, wenn sie dort hineinfahren wollen, dass es nicht weitergeht. Dann drehen sie in der Baustelle, was wirklich gefährlich ist, und fahren zurück zur Akkoallee.“ Und das führe dann zu dem bereits bestens bekannten Rückstau auf der Rottstraße und den Abkürzungsversuchen über die Wiesenstraße, die an der Ecke Rottstraße/Springkamp in der jüngeren Vergangenheit schon zu Unfällen geführt haben.

Dabei müssten die Autofahrer auf der Rietstraße gar nicht umdrehen, findet Michael Heun vom Landesbetrieb Straßen.NRW: „In Absprache mit der Stadt haben wir in der Verlängerung der Rottstraße in südliche Richtung eine Art Bypass angelegt, auf der die Autos bis zur Friedrich-Ebert-Straße durchfahren können.“ Dass man auf diese dann nur rechts in Richtung Stuckenbusch abbiegen könne, sieht Michael Heun nicht als Problem an: „Wer drehen will, kann dies spätestens an der Einmündung zum Stadion tun.“

Allerdings räumt er ein, dass man vor allem ortsfremde Autofahrer besser auf die Situation vorbereiten könnte: „Auch die Stadt hat uns da auf Nachholbedarf hingewiesen, und deswegen lassen wir gerade Sonderschilder anfertigen. Aber das dauert natürlich ein wenig, ich denke, dass sie Ende der Woche fertig sein werden.“ Immerhin dürfte sich die Investition in diese Schilder rechnen, denn an der aktuellen Situation wird sich vermutlich bis zum Ende des Jahres nicht viel ändern. Mit einer Ausnahme: „Vom 16. bis 18. März ist die Rietstraße vollgesperrt, weil dann die Brücke dort abgerissen wird. Danach wird sie wieder wie jetzt einspurig zu befahren sein“, so Michael Heun.

Frank Predeck und die anderen Hochlarer kann das kaum trösten, aber vielleicht hat Michael Heun ja recht, wenn er bemerkt, „dass sich dort nach einem gewissen Gewöhnungsprozess alles einspielen wird.“ Übrigens: Eigentlich dürfen Fußgänger die Rietstraße unter der A 43 gar nicht benutzen. Tun sie es doch – und das ist derzeit der Fall – dann leben sie wirklich gefährlich.

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