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Gefährliche Ecke: An der A43-Auffahrt haben Autofahrer sowie Fußgänger und Radfahrer aktuell gleichzeitig Grün.

Akkoallee

Ampelschaltungen werden weiter geprüft

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RECKLINGHAUSEN - Im Verkehrsausschuss ging es am Donnerstag um die Ampelschaltung an den Zu- und Abfahrten zur A43 an der Akkoallee. Die Politiker haben entschieden, dass die gut einjährige Sperrung von Teilen der Anschlussstelle im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn für weitere Untersuchungen genutzt werden soll.

Diese sollen zeigen, ob und wie sich eine getrennte Ampelphase für Autofahrer und Fußgänger/Radfahrer auf den Verkehrsfluss auf der Akkoallee und auf den Abfluss von der A43 auswirkt. Ergebnisse werden vor der Sommerpause erwartet. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung weitere vergleichbare Kreuzungen, an denen die Fußgängerampel permanent Grün zeigt, prüfen. „Wir sollten keinen Präzedenzfall schaffen“, mahnte der Ausschussvorsitzende Andreas Becker (SPD).

Petition nach schwerem Unfall

Die Verkehrsexperten im Rathaus hatten empfohlen, die Ampelschaltung so zu lassen, wie sie ist. Allerdings sollten Autofahrer besser auf Fahrradfahrer hingewiesen werden, unter anderem durch ein Piktogramm auf der Fahrbahn. Hans-Jürgen Völler aus Hochlar hatte im Oktober 2017 eine Petition an Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) gerichtet: Rechtsabbieger zur Autobahn sollten an einer roten Ampel warten, wenn die Ampel für Fußgänger und Radfahrer Grün zeige. Diesen dringlichen Wunsch hat er drei Tage nach einem Unfall, bei dem seine damals elfjährige Enkelin schwer verletzt worden war, ausgesprochen.

Wichtige Achse für Radfahrer

Auf die Besonderheit an dieser Stelle haben im Ausschuss Vertreter aller Fraktionen hingewiesen. Dass die Akkoallee als wichtige Achse für Fahrradfahrer zwischen Hochlar und der Innenstadt fungiere, hätten die Verkehrsbehörden wie der Landesbetrieb Straßen.NRW nur unzureichend berücksichtigt. Becker erinnerte auch daran, dass die Zu- und Abfahrt noch vor wenigen Jahren gar nicht mit Ampeln geregelt und der Straßenverlauf der Abfahrten noch anders gewesen sei. Mit dem Ergebnis, dass es zahlreiche Auffahrunfälle gegeben habe. In einem ist sich der SPD-Verkehrspolitiker aber sicher: „Unabhängig davon, welche Lösung es geben wird: Wir werden keine Regelung schaffen, die komplett vermeidet, dass Unfälle geschehen.“

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