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Wenn Eltern ihre Kinder auf dem Fahrrad begleiten, dürfen nun alle gemeinsam den Gehweg benutzen. Das ergibt sich aus einer Änderung der Straßenverkehrsordnung. Foto: Ralf Hirschberger

Akkoallee

Eltern fordern mehr Schutz für Radler

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RECKLINGHAUSEN - Nachdem ihre Tochter (11) an der Akkoallee von einem Kleintransporter erfasst wurde, haben die Eltern einen Bürgerantrag gestellt. Ziel: Die Ampeln zu den Autobahnauffahrten sollten so geschaltet werden, dass entweder die Fahrzeuge auf die Autobahn abbiegen können oder Fußgänger und Radler Grün haben.

Derzeit haben beide Grün. Der Fahrer des Kleintransporters hatte die Schülerin, die am 19. Oktober 2017 auf dem Nachhauseweg war, nach Angaben der Polizei übersehen. Geht es nach dem Willen der Straßenbau- und Ordnungsbehörden, soll sich an der Ampelschaltung jedoch nichts ändern. Bei einem Ortstermin mehr als ein Jahr nach dem Unfall wurde festgestellt, dass „die Ampelanlagen verkehrssicherheitstechnisch ausreichend ausgestattet sind“. Dies geht aus einem Papier hervor, mit dem sich die Politiker in zwei Gremien beschäftigen werden. Die Verwaltung empfiehlt daher, die Ratspetition der Eltern des verunglückten Mädchens abzulehnen.

Weiter heißt es in dem Papier, über das die Politiker beraten müssen: Eine getrennte Ampelschaltung wirke sich negativ auf den Verkehrsfluss aus und vermindere die Leistungsfähigkeit der Autobahnzufahrt. Die Eltern des verunglückten Mädchens und andere Eltern, deren Kinder vor allem aus Hochlar täglich zu den Schulen in der Innenstadt fahren, dürfte der Hinweis auf Richtlinien nicht zufriedenstellen. Die Eltern hatten die Verantwortlichen im Rathaus in ihrer Petition inständig darum gebeten, die radfahrenden Schulkinder besser zu schützen.

Gleichwohl soll der Bereich der Autobahnauffahrten verändert werden. Die durchgezogenen Linien zwischen den Geradeausspuren vor dem Haltebalken an der Ampel sollen um 50 Meter verlängert werden. So soll verhindert werden, dass Autofahrer von einer der Geradeausspuren Richtung Herten spät nach rechts rüberziehen. Außerdem sollen die Markierungen der Radfahrfurten erneuert werden. Und es soll an jeder Auf- und Abfahrt das Piktogramm „Achtung Radfahrer“ auf die Straße aufgebracht werden.

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