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Wieder fit: Kater Teddy hat seine OP gut überstanden - dank der Hilfe des Vereins "Aktiver Tierschutz".

"Aktiver Tierschutz"

60.000 Euro fallen für Arztkosten an

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RECKLINGHAUSEN - Die Mitglieder des Vereins "Aktiver Tierschutz" kümmern sich um verletzte, ausgesetzte und streunende Katzen. Nur mit ehrenamtlichem Engagement ist es allerdings nicht getan. Der Verein ist dringend auf Spenden angewiesen.

Momentan ist es wieder einmal „eng“. Die Arzt-Rechnung in Höhe von rund 4100 Euro für April liegt vor der Vereinsvorsitzenden Marlene Steltner-Lange auf dem Tisch. Rund 60.000 Euro zahlt der Verein im Jahr für die medizinische Versorgung, aber auch für das Kastrieren und Chippen der geretteten Tiere. Viele von ihnen wurden ausgesetzt oder misshandelt, andere hatten einen Unfall oder sind unterernährt.

Einer von ihnen ist Teddy. Der Schmusekater hat eine schwierige OP hinter sich. Der Kleine bekam kaum noch Luft. Schuld war ein Zwerchfellriss. „Seine inneren Organe waren verschoben und ein Lungenflügel bereits verkleinert“, berichtet Marlene Steltner-Lange, „ob ein Unfall dahintersteckte oder eine angeborene Fehlbildung, das war nicht zu erkennen.“ Doch Teddys Welt ist nun wieder in Ordnung. Allerdings hat die Behandlung 1500 Euro gekostet.

Der Verein „Aktiver Tierschutz – Katzenhilfe Recklinghausen/Herten“ freut sich über Geld- und Futterspenden. Außerdem ist jeder willkommen, der einer Katze ein Zuhause geben möchte oder zeitweise als Pflege-Katzenmutter einspringt. Die Kontaktaufnahme ist über die Internet-Seite möglich. Wer Geld spenden möchte, kann das gerne tun: IBAN DE 91 4265 0150 0000 023150.

Neben Spendern suchen die Vereinsmitglieder immer auch Pflegestellen. Das ist neben den Arztkosten das zweite drängende Problem. Wohin mit all den geretteten Katzen? Zudem sammeln die Mitglieder noch eine Menge Streuner ein, um sie kastrieren, chippen und entwurmen zu lassen. Nach der Behandlung dürfen sie zurück in die Freiheit. Fressen finden sie an den Futterstellen des Vereins. So helfen die Tierfreunde bis zu 250 Samtpfoten im Jahr. Doch es werden immer mehr. Marianne Steltner-Lange: „Seitdem der Online-Handel mit Katzenbabys floriert, enden viele auf der Straße. Dann sind die letzten noch nicht verkauft, da hat sich schon wieder neuer Nachwuchs angekündigt.“

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