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Alte Feuerwache frisch renoviert, 071218

Alte Feuerwache

"Lebewehr" bietet Lebensmittel und Wein

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RECKLINGHAUSEN - Rainer Hans hat das Geheimnis gelüftet. Nachdem er am Montag im Rathaus im Ausschuss für Stadtentwicklung den Fachpolitikern die Pläne für ein Parkhaus hinter der Alten Feuerwache vorgestellt hat, gewährte nun einen Einblick in die künftige Nutzung der Räume, in denen früher Löschfahrzeuge standen.

Rainer Hans, Investor, Projektentwickler und Liebhaber guten Essens will in der ersten Hälfte des kommenden Jahres einen Lebensmittelmarkt eröffnen: mit hochwertigen Produkten, die vornehmlich aus der Region kommen sollen; mit einem breit gefächerten Angebot deutscher Weine – und als Clou mit einer offenen Küche, in der die Produkte frisch zubereitet werden. Kunden können die Gerichte an Tischen rund um die Koch-Insel oder bei guter Witterung auf dem Platz vor der Feuerwache an der Klosterstraße genießen. Und das Ganze bis 22 Uhr abends.

„Lebewehr“ ist der Name, mit dem der Geschäftsführer der „Infotech GmbH“sein ambitioniertes Konzept im Florianhof verfolgt: Das ist der Name des wiederbelebten Karrees am Rande der Altstadt. Inspiriert wurde Hans unter anderem von der Lebensmittelabteilung vom KaDeWe in Berlin.

Andreas Kreyenschulte, Sprecher des benachbarten Krim-Quartiers, begrüßt die Idee eines Lebensmittelmarkts mit hochwertigen Produkten. Einkaufen werde immer mehr zu einem Erlebnis: „Rainer Hans ist ein Mensch mit Visionen. Sein Plan ist aber auch extrem mutig. Ich hoffe für ihn, dass sein Angebot von vielen Leuten angenommen wird.“

Hans ist zuversichtlich, dass es in Recklinghausen und Umgebung eine entsprechende Klientel gibt. Und er verspürt auch das Gefühl, dass Recklinghausen nach Jahren der Talfahrt in Folge des Bergbau-Sterbens im Aufwind ist. Als Beispiel nennt er die Nutzung des Karstadt-Komplexes mit Hotel, Handel, Gastronomie, Kita und betreutem Wohnen: „Die Stimmung in der Stadt ist gut. Das muss man nutzen“, sagt Hans im Gespräch mit dieser Zeitung. Mindestens 20 Arbeitsplätze will Rainer Hans schaffen: für Marktleiter, Verkäufer, Köche und Kellner.

Der Wahl-Recklinghäuser, der seit 1981 hier lebt, ist von seinem Konzept so überzeugt, dass er es auch dann umsetzen will, falls die Suche nach einem Pächter für „Lebewehr“ keinen Erfolg haben sollte. Dazu hat er eine GmbH gegründet. Kontakte mit Produzenten regionaler Produkte und mit Winzern hat er selbst geknüpft; derzeit wird die Inneneinrichtung zusammengestellt.

Der im Zentrum des 600 Quadratmeter großen Verkaufsfläche stehende Küchenblock wird flankiert Essplätzen und von Holzregalen – es soll Markthallen-Charakter ausstrahlen. Um den zu unterstreichen, wurde der ursprüngliche Estrichboden belassen, und auch die Markierungen für die Stellplätze der Feuerwehrwagen sind noch da.

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