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Der Chef im neuen Biofachmarkt: Heiko Niehaus startet im Juli mit "Lebewehr" in der Alten Feuerwache am Herzogswall.

Altstadt

Biofachmarkt in der Alten Feuerwache öffnet im Juli

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RECKLINGHAUSEN - In die Alte Feuerwache am Herzogswall zieht im Juli auf 230 Quadratmetern der Biofachmarkt "Lebewehr" mit regionalen Produkten ein. Marktleiter wird der Recklinghäuser Heiko Niehaus, der 2011 nur einen Steinwurf entfernt am Gymnasium Petrinum sein Abitur gemacht hat.

„Ich habe jemanden gesucht, der sich einerseits mit guten Lebensmitteln, aber andererseits auch mit Verkauf auskennt“, erklärt Investor Rainer Hans. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium an der Hochschule Mittweida zog Heiko Niehaus seine Leidenschaft für gute Lebensmittel nach Italien. Dort absolvierte der 27-Jährige einen Master in "Food Culture and Communications" an der "Universität der Gastronomischen Wissenschaften" in Pollenzo. Anschließend übernahm er die Leitung der "Giftbude Schleimünde", einer unter Seglern bekannten Gaststätte bei Kappeln. Zusammen mit ehemaligen Kommilitonen stellte Heiko Niehaus den Betrieb auf regionale und saisonale Küche mit ausschließlich Bio-Zutaten um. Und in diesem Sinne gründete er 2018 ein Café für Eventgastronomie mit Kulturveranstaltungen auf Traditionsschiffen im Flensburger Hafen. Doch die dortige Stadtverwaltung bot ihm keinen langfristigen Liegeplatz an.

Verkostungsbereich wird das Herzstück

Daher der Wechsel in die alte Heimat. Heiko Niehaus: „Ich darf hier genau das machen, was ich immer machen wollte.“ Bereits seit Anfang April ist er im Dienst – und er hat inzwischen unzählige Kontakte mit lokalen und regionalen Lebensmittelproduzenten aufgenommen. Doch was heißt eigentlich regional? „100 Kilometer ist der Radius, den wir uns gesetzt haben“, sagen Niehaus und Hans unisono, wobei es natürlich Ausnahmen gibt: „Zum Kochen gehört auch die Zitrone – und die gibt es hier nun einmal nicht“, so Heiko Niehaus. Hinzu kommt ein Weinfachhandel, der sich im Wesentlichen auf die 13 deutschen Anbaugebiete konzentrieren will. Den Kern des Biomarkts wird ein sogenannter Verkostungsbereich bilden, an dem man auch mal ein Frühstück und sukzessive auch Mittag- oder Abendessen bekommen wird. Vor allem aber soll er in der Tat der Präsentation dienen, für Weinhändler und andere Lebensmittelproduzenten.

Stadt ist in Sachen Parkhaus am Zug

Der Bau des Parkhauses hinter der Feuerwache liegt noch im Zeitplan, aktuell ist die Stadt am Zug: „Wir warten auf die Änderung des Bebauungsplans, damit wir im Anschluss unsere Anträge stellen können“, so Rainer Hans. Die beiden oberen Etagen der Feuerwache sind noch nicht vermietet, sie sollen aber als großer Gesamtraum ohne Wände erhalten bleiben. Bei der Nutzung ist Rainer Hans ganz offen: „Atelier, Kunstgalerie oder Wohnungen – alles ist möglich.“

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