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Fest in luxemburgischer Hand: Die Häuserzeile Löhrhof 2-8 mit dem City-Arcaden-Hotel gehört dem Fonds Grep Drei Sàrl, der einige Renovierungsarbeiten plant.

Altstadt

Luxemburger Fonds investiert am Löhrhof

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RECKLINGHAUSEN - Grep Drei Sàrl, ein Fonds aus Luxemburg, ist einer der größten Immobilienbesitzer in der Altstadt. Die Gesellschaft will am Löhrhof investieren, so etwa in das City-Arcaden-Hotel, das viele Recklinghäuser noch unter dem Namen Barbarossa-Hotel kennen.

Ein Immobilienfachmann aus Düsseldorf, der nicht namentlich genannt werden will, fungiert als Berater für Grep Drei Sàrl. Hinter dem Fonds steckt Kapital in Milliardenhöhe, der Immobilienbesitz ist über ganz Deutschland verteilt. In Recklinghausen gehört dazu unter anderem die gesamte Häuserfront am Löhrhof 2 bis 8 – gegenüber dem Palais Vest. Dem Grep-Berater ist bewusst, dass das Hotel mittelfristig enorme Konkurrenz erwachsen wird: „Natürlich gucken wir genau hin, wie der Sachstand ist. Wir haben registriert, dass an der Schaumburgstraße und der Breiten Straße neue Hotelbetriebe einziehen sollen. Was genau im City-Arcaden-Hotel passieren wird, ist noch nicht ganz geklärt, aber sicher ist, dass etwas passiert.“

Neuer Pächter fürs Hotel gesucht

Vermutlich wird der Hotelbetrieb nach Renovierungen fortgeführt, dann aber unter einer neuen Leitung. Der Vertrag mit den libanesischen Brüdern, die früher auch das Restaurant „Maroush“ im Keller des Hauses geführt hatten, wurde nicht verlängert. „Noch gibt es aber keinen neuen Pächter“, so der Berater. In den sich anschließenden Gebäuden finden sich in den oberen Stockwerken vornehmlich Wohnungen und Büros. Aktuell wird auch dort an mehreren Stellen renoviert. „Grundsätzlich wird sich dort nichts verändern.“ Im Erdgeschoss konnte schon vor einiger Zeit Tedi als Mieter gewonnen werden, und auch in dem ehemaligen Eiscafé neben dem Fußgänger-Durchstich zur Herrenstraße waren zuletzt Bautätigkeiten zu erkennen. „Dort wird sich ein türkisches Restaurant der gehobeneren Sorte ansiedeln“, erklärt der Berater.

Mieter vor Abrissdreck schützen

Zu einer echten Problemzone könnte die Grep-Immobilien an der Herrenstraße werden, in der unter anderem die Firma Sliwa Bodenbeläge ihren Sitz hat. Vermutlich schon in ein paar Wochen wird gegenüber die AIP mit dem Umbau des Karstadt-Hauses zum Markt-Quartier beginnen, „doch bislang hat sich die AIP noch nicht mit uns in Verbindung gesetzt, um mal abzusprechen, wie das alles funktionieren soll. Unsere Mieter hat man hingegen kontaktiert und sie gefragt, ob sie nicht künftig ins Markt-Quartier ziehen wollen“, beschwert sich der Berater. „Wir müssen schauen, wie wir unsere Mieter schützen.“ Vermutlich erhält Sliwa mehr Platz und einen neuen Eingang zur Seite, um dem Abrissdreck und -krach nicht unmittelbar ausgesetzt zu sein.

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