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Einkaufsspaß am Wochenende: Beim verkaufsoffenen Sonntag im Rahmen des Herbstfestes "brummte" es einmal mehr in der Altstadt.

Altstadt

Vier offene Sonntage bleiben die Ausnahme

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RECKLINGHAUSEN - In der Altstadt von Recklinghausen gibt es in diesem Jahr vier offene Sonntage - ausnahmsweise. Ab 2020 soll es wieder nur drei Termine geben - auf Druck der Kirchen. Die Geschäftsleute können jetzt entscheiden, an welchen Terminen sie auch sonntags ihre Läden öffnen möchten.

Frühlings- und Herbstfest sowie der Weihnachtsmarkt boten bisher die Anlässe. Denkbar, dass – je nach Erfolg der Sonntagsöffnung zu „RE leuchtet“ – die Karten neu gemischt werden. Entschieden ist noch nichts. Zunächst handelt es sich um eine Empfehlung des Rathauses. Vorausgegangen war ein Treffen mit den Geschäftsleuten aus den Altstadtquartieren und „eine längere Diskussion“, wie es in dem Papier heißt, das am Mittwoch, 12. Juni im Ausschuss für Wirtschaftsförderung (16 Uhr, Rathaus, großer Sitzungssaal) auf der Tagesordnung steht und im Juli im Rat verabschiedet werden soll. Berücksichtigt werden bei der Entscheidung außerdem Stellungnahmen der Gewerkschaften, Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, Kirchen, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer.

"Sonntag gehört der Familie"

Die evangelische Kirche etwa hält es gesellschaftlich betrachtet für wichtig, „dass an einem Tag in der Woche nicht konsumiert wird und der Sonntag der Familie gehört“, sagte Superintendentin Katrin Göckenjan unlängst im Gespräch mit dieser Zeitung. Offenbar wegen dieses Widerstands äußert sich auch Palais-Vest-Centermanager Eric Tönnies, einer der Befürworter verkaufsoffener Sonntage, auf Anfrage zurückhaltend. Es sei besser, drei Events überzeugend aufzuziehen statt vier, bei denen man aufs Geld schauen müsse.

Initialzündung fürs Weihnachtsgeschäft

In dem ursprünglichen Antrag für den verkaufsoffenen Sonntag am 3. November heißt es: „Wenn die Läden öffnen dürften, wird der Handelsstandort Recklinghausen deutlich gestärkt.“ Mehr als 200.000 Besucher kamen im Vorjahr an den 17 Tagen in die Altstadt. Am letzten Tag, dem 3. November, dürften es besonders viele sein – dann endet das Event mit einem Feuerwerk. Aus der ursprünglichen Begründung der Quartiersprecher ist abzulesen, dass der Verkaufssonntag bei „RE leuchtet“ eine Initialzündung fürs Weihnachtsgeschäft werden soll: „Insbesondere für die Besucher von auswärts – zwei Drittel kommen nicht aus Recklinghausen – bietet ,Recklinghausen leuchtet‘ einen Anlass zum wiederholten Besuch. Gerade im Hinblick auf die folgenden umsatzstarken Wochen ist der Termin zur Stärkung von Handel und Gastronomie notwendig.“

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