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Da staunt selbst Generalmusikdirektor Rasmus Baumann (l.), mit welcher Hingabe Viviane Essig intoniert.

Altstadtmarkt

4000 im (Phil-)Harmonie-Rausch

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RECKLINGHAUSEN - Noch pünktlicher als die Orchestermusiker der Neuen Philharmonie Westfalen (NPW) und ihre Mitstreiter, die um 19.32 Uhr ins Konzert einstiegen, waren am gestrigen Abend nur die 1000 Besucher, die sich einen Sitzplatz sichern wollten. Am Ende waren bei 17 Grad, aber blauem Himmel rund 4000 Menschen gekommen.

Und alle wurden ohne jeden Zweifel für ihr Kommen entlohnt. Hatte die NPW im Reformationsjahr 2017 an gleicher Stelle noch schwere Kost mit einem „Potpourri“ von Felix Mendelssohn Bartholdy geboten, so entschädigte Generalmusikdirektor Rasmus Baumann vor allem das nicht so klassik-orientierte Publikum mit musikalischen Aha-Erlebnissen der bekömmlichsten Art. Zum Einstieg gab’s coolen Jazzrock mit „Birdland“ von Weather Report, doch die Volkstümlichkeit zog mit Liedern von den Eagles und Barclay James Harvest deutlich an. Und als vor der Pause noch ein Medley von Supertramp intoniert wurde, dürfte sich auch der Bürgermeister daran erinnert haben, wann er das Old-School-Hemd getragen hat, das er auch für den gestrigen Abend wieder aus dem Keller geholt hatte. Aber: Christoph Tesche blieb die modische Ausnahme, ein Wunsch der Veranstalter erfüllte sich nicht: Dass nämlich möglichst viele Besucher in 70er-Klamotten erscheinen sollten. Offenbar gab es in vielen Fällen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem damaligen Zeitgeist und der aktuellen Wohlstandfülle.

Grundsätzlich gab es jedoch außer den gelegentlich etwas ausufernden Moderation rein gar nichts zu meckern: Der Abend im Herzen von Recklinghausen bot erneut viel Harmonisches – und natürlich Philharmonisches. Mehr davon!

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