Amtsgericht

Kneipen-Schläger zahlt 1500 Euro Schmerzensgeld

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RECKLINGHAUSEN - Ein 23-jähriger Recklinghäuser musste sich vor dem Amtsgericht wegen einer Kneipen-Schlägerei verantworten. Am Ende wurde das Verfahren gegen den Schlosser eingestellt - nicht zuletzt, weil der Angeklagte freiwillig 1500 Euro Schmerzensgeld an das schwer verletzte Opfer gezahlt hat.

In der Nacht zum 12. August 2018 waren gegen 5.45 Uhr vor dem „Flic-Flac“ an der Herrenstraße die Fäuste geflogen. „Ich war draußen zum Rauchen“, erinnerte sich der Angeklagte. Dann sei auf einmal das spätere Opfer auf ihn zugekommen und habe ihm eine „Kopfnuss“ verpasst, so der 23-Jährige. „Ich habe ihm dann zwei-, dreimal eins mit der Faust gegeben.“ Das Opfer war durch die Gesichtstreffer massiv verletzt und stationär ins Krankenhaus eingeliefert worden. In der Anklage war von einem Bruch der Augenhöhle, des Jochbeins und des Siebbeins die Rede.

Dass der Schläger (mehr als zwei Promille) mit einer Verfahrenseinstellung davonkommen konnte, lag in erster Linie an dem Umstand, dass der Vorfall nicht mehr restlos aufzuklären war. Und das lag vor allem daran, dass der wohl einzige objektive Beobachter der Geschehnisse, ein Kneipengast, für das Gericht als Zeuge nicht mehr greifbar war. Auch eine Vorführung durch die Polizei zum Gerichtstermin war gescheitert. Unbekannt verzogen, hieß es.

Weil der Angeklagte im Vorfeld an das Opfer, das zwar eine Kopfnuss stets bestritten hatte, aber auch den Angeklagten nicht als Täter identifizieren konnte, freiwillig 1500 Euro Schmerzensgeld gezahlt hatte, erklärte sich auch die Staatsanwaltschaft am Ende mit einer Einstellung des Verfahrens einverstanden.

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