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Klebestreifen statt Siegel: Der Besitzer dieses Fahrzeugs hat unerlaubterweise das Kennzeichen manipuliert.

Anzeige erstattet

Kennzeichen mit Klebeband manipuliert

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RECKLINGHAUSEN - Der Polizei in Recklinghausen ist ein allzu dicht an einem Baum geparktes Auto aufgefallen. Bei genauerer Prüfung erkannten die Beamten: Der Wagen ist abgemeldet, darf also gar nicht im öffentlichen Verkehrsraum stehen. Obendrein hatte der Halter mit Klebeband zu tricksen versucht.

„Allerdings hat ihn seine Kreativität nicht vor einer Anzeige bewahrt“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst. Das fehlende Siegel vorn wollte der Mann dadurch vertuschen, dass er so nah vor den Baum fuhr, dass das Nummernschild kaum zu lesen war. Hinten befand sich anstelle eines Siegels Klebeband. Als die Polizisten den Klebestreifen entfernt hatten, stellten sie fest, dass der offizielle Stempel abgekratzt war.

„Kennzeichen dürfen nicht verändert, beseitigt, verdeckt oder sonst in ihrer Erkennbarkeit beeinträchtigt werden“, zitiert Polizeisprecherin Hörst aus § 22 des Straßenverkehrsgesetzes. Und damit muss der Fahrzeughalter jetzt rechnen: „Kennzeichenmissbrauch ist eine Straftat, die mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden kann.“

Immerhin: Der Halter hatte seinen Fehler gegenüber der Polizei eingeräumt. „Auf einem Privatgrundstück wäre das alles kein Problem gewesen“, macht Ramona Hörst deutlich. „Dort dürfen abgemeldete Autos stehen, wer mag, kann auch Klebestreifen dranmachen – aber eben nicht im öffentlichen Raum.“

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