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Bislang namenlos: Diese Gasse, die die Breite Straße mit der Schwertfegergasse verbindet, soll künftig August-Strunk-Weg heißen.

August-Strunk-Weg

Gasse wird nach Ehrenbürger benannt

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RECKLINGHAUSEN - August Strunk, der von 1846 bis 1919 gelebt hat, war nicht nur Apotheker, sondern vielfach politisch und sozial engagiert. Die Stadt hat ihm 1913 die Ehrenbürgerwürde verliehen. Nun soll er erneut geehrt werden: Die kleine Gasse neben der Alten Apotheke soll in August-Strunk-Weg umbenannt werden.

Offiziell hat dieser Abschnitt bisher keinen Namen – postalisch gehört er zur Breiten Straße, „bezeichnet wird er meistens als verlängerte Schwertfegergasse, was auch nicht schön ist“, sagt Urenkel Rudolf Strunk. „Vielen Ehrenbürgern wurde bereits eine Straße gewidmet. Ich bin natürlich sehr glücklich und stolz, dass die Stadt auch meinen Urgroßvater endlich auf diese Art und Weise würdigt.“

Liste mit 76 Vorschlägen

Der Haupt- und Finanzausschuss berät heute den Beschluss dazu vor, das letzte Wort hat der Rat am 25. Februar. Das gilt jedoch als Formsache, da der Ältestenrat bereits zugestimmt hat. In den vergangenen fünf Jahren wurden fünf Straßen neu benannt: die Kurt-Oster-Straße (2014), Auf den Flachsbeckwiesen, Paulusanger, Paulus-Tillmann-Platz (alle 2015) und der Ingeborg-Roel-Weg (2017). An Vorschlägen für weitere Neu- oder Umbenennungen mangelt es nicht. Im Rathaus wird eine Liste mit 76 Vorschlägen gehütet. Einsicht gewährt die Stadt nicht. Es handele sich um ein internes Papier, sagt eine Sprecherin. Außerdem sei es lediglich eine Arbeitsgrundlage für die Verwaltung, aus der sich keine Verbindlichkeit ableitet.

Familienverband bemüht Gerichte

Die Grünen haben etwa die Benennung nach Politikern wie der 1992 gestorbenen Petra Kelly oder dem früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela angeregt, aber auch der Recklinghäuser Autor Heinrich Schirmbeck steht auf der Liste. Hinzu kommen Vorschläge wie Cäcilienhof, Stuckenhof oder Brunnenplatz. Einige Aufmerksamkeit haben in den vergangenen Jahren die Bemühungen des Familienverbandes Wesener erregt, den Kirchplatz in Caspar-Wesener-Platz umzubenennen. Dessen Nachfahren um den Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Wesener haben mehrere gerichtliche Instanzen bemüht. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht entschieden, dass die Benennung in Kirchplatz rechtens gewesen sei.

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