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Es gibt eine Zukunft für die Stadtranderholung: Bei einem Krisengespräch im Rathaus sicherte Bürgermeister Christoph Tesche den AWO-Verantwortlichen Unterstützung zu.

AWO-Stadtranderholung

Kinder dürfen sich fünf Wochen lang austoben

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RECKLINGHAUSEN - Die Stadtranderholung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Recklinghausen ist eine Institution. In diesem Sommer findet zum 66. Mal das Ferienprogramm für daheimgebliebene Kinder statt. Sie dürfen sich fünf Wochen lang im Freibad Mollbeck austoben. Anmeldungen dafür sind ab sofort möglich.

Valeria und Helmut Kieseier leben seit 33 Jahren für die Stadtranderholung und die Kinder, die für sie wie eigene Enkel sind, die sie nicht haben. 320 waren es im vergangenen Jahr. Die goldenen Zeiten, in denen sich mehr als 1000 kleine Recklinghäuser in den großen Ferien in den drei Freibädern der Stadt tummelten, sind längst vorbei. Dabei dürfte es auch heute noch sehr viele Kinder geben, die nicht mit ihren Eltern in den Urlaub fahren können, weil das Geld nicht reicht. Gerade für sie will die AWO-Stadtranderholung da sein.

Die Stadtranderholung findet vom 15. Juli bis 15. August (montags bis donnerstags) im Freibad Mollbeck statt. Die Teilnahme kostet pro Woche und Kind 25 €. ALG-II-Empfänger und RE-Pass-Inhaber zahlen für das erste Kind 10 € pro Woche und für jedes weitere Kind 5 €. Im Preis inbegriffen sind Badeintritt, Frühstück, warmes Mittagessen, Kuchen, Getränke und Bustransfers. Anmeldungen sind ab sofort bei den AWO-Ortsgruppen möglich: - Hillerheide: Petra Kriegsmann, Tel. 0163/5678885 - Suderwich: Valeria Kieseier, Tel. (02361) 82206 - Schimmelsheide: Marie Luise Balser, Tel. (02361) 659655 - Hochlar: Heike Beßling, Tel. (02361) 22015 - Süd: 0175/2573245 oder mittwochs von 11 bis 16 Uhr unter Tel. (02361) 3025222 - Dortmunder Straße: Ingrid Petrowski, Tel. (02361) 906193 - Hochlarmark: Christiane Wepper-Herrmann, 0157/88243106 oder per Anmeldeformulare in den Geschäften von Backhaus Lensmann, Tel. (02361) 71344.

Hier dürfen die Kleinen das tun, worauf sie gerade Lust haben: Schwimmen, planschen, springen, in der Sonne liegen, basteln, malen, Tischtennis, Karaoke… „Bei uns können sie frei spielen“, sagt Helmut Kieseier. „Denn ein Kind soll auch Kind sein dürfen.“ Dafür wollen die Kieseiers und ihr gut 30-köpfiges Helferteam sorgen. „Man kann nicht alle retten, aber man kann ihnen fünf sorgenfreie Wochen geben. Das ist viel wert“, hat Valeria Kieseier mal gesagt. Platz ist jedenfalls genug da. „Bei plus/minus 300 Kindern können wir kostendeckend arbeiten“, sagt Helmut Kieseier.

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