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Bahnsperrung

28 Busse übernehmen den Ersatzverkehr

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RECKLINGHAUSEN - Das ganz große Durcheinander ist ausgeblieben: Die meisten Fahrgäste wussten um die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Recklinghausen und Recklinghausen-Süd. Aus Presse, Funk und Internet hatten sie erfahren, dass die Strecke wegen Brückenarbeiten gut eine Woche lang nicht nutzbar sein wird.

Auch eine Dame aus Senden war gut informiert, und deswegen hatte sie sich bereits eine Stunde früher als normal auf den Weg gemacht. „Man will ja nicht so gerne zu spät kommen“, sagte sie und stieg mit großer Gelassenheit in den Bus mit der Aufschrift „Schienenersatzverkehr“. Der Frust auf die Bahn hielt sich in engen Grenzen, lediglich eine Sache hat ihr nicht gefallen: „Die Beschilderung im Bahnhof reicht nicht aus.“

Schilder am Bahnhofsausgang

In der Tat sind die Reisenden, die aus Richtung Münster kommen, in Recklinghausen erst einmal auf sich allein gestellt. Zwar gibt es Durchsagen im Zug selbst, doch im Bahnhofs-Foyer muss man schon genau hinschauen, um die Orientierung nicht zu verlieren. An den Ausgangstüren hängen Schilder, die nach rechts weisen, wo rund 200 Meter entfernt der „Schienenersatzverkehr“ abfährt. Wer im Normalfall die S2 nimmt, steigt rechts vom Bildungszentrum des Handels ein, um von dort nach Herne gefahren werden. Wer nach Wanne-Eickel oder Gelsenkirchen will, steigt zwischen Bildungszentrum und der Pizzeria am Wickingplatz ein.

Bahn hört keine Beschwerden

Florian Quecke ist Juniorchef von Quecke-Reisen aus Gelsenkirchen und dafür verantwortlich, dass das mit dem „Schienenersatzverkehr“ alles reibungsfrei funktioniert. Insgesamt 28 Busse sorgen für den stetigen Abfluss der Reisenden, „rund um die Uhr“, erläutert er. Und offensichtlich klappt auch alles zur allgemeinen Zufriedenheit: Auf Nachfrage erklärt die Pressestelle der Deutschen Bahn in Düsseldorf, dass von Beschwerden aus den Reihen der Kundschaft nichts zu hören sei. Auffällig ist: Während die Busse in Richtung Wanne-Eickel und Gelsenkirchen gut gefüllt sind, kommen aus der Gegenrichtung kaum Reisende. Das entspricht aber auch den realen Verhältnissen, erklärt ein Bahnsprecher: „Morgens wollen die Leute vor allem ins Ruhrgebiet und nicht heraus.“

Die Sperrung dauert bis Montag, 26. November. Aber an diesem Tag wird die Strecke bereits wieder um 5 Uhr in der Frühe freigegeben.

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