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Und schon nutzt jemand die frisch erneuerte Straße als Autobahn-Zufahrt. Foto: Wiethaup

Bauarbeiten

"Überraschung" durch Straßen.NRW

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Recklinghausen - Irgendwann hatte Hermann Möller die Nase voll: Ohne jede Ankündigung hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW die Zufahrt von der Westfalenstraße zum Autobahn-Parkplatz Stuckenbusch erneuert – und zwar ausgerechnet in der Nacht von Freitag auf Samstag.

„Und das hätte ich ganz gerne vorher gewusst“, erklärt der Anwohner der unmittelbar danebenliegenden Friedrichstraße.

Immerhin: Halbe Sachen hat Straßen.NRW in dieser Nacht nicht gemacht. Erst wurde der alte Asphalt abgefräst und mit etlichen Lkw abtransportiert. In einem weiteren Arbeitsgang wurde eine neue Schicht aufgetragen. Und das brachte Lärm und Gestank. „Wir sind hier nun wirklich nicht pingelig“, erklärt Hermann Möller, „schließlich haben wir den Bau der Brücke über die A 2 , bei dem teilweise Höllenlärm entstanden war, klaglos ertragen, weil wir natürlich die Notwendigkeit eingesehen haben. Aber in diesem Fall hätte man uns einfach informieren müssen.“

Zumal ihm durch die Arbeiten die Zufahrt zum elterlichen Haus genommen wurde: „Das Gebäude stand schon dort, als es noch gar keine Autobahn gab, und es konnte problemlos über die damalige Stuckenbuschstraße erreicht werden. Als dann die Autobahn gebaut wurde, wurde hier eine Rampe angeschüttet, und das Haus war nur noch über diesen Weg, der jetzt erneuert wurde, zu erreichen.“ Neben ihm und einigen weiteren Anwohnern dürfen dort im Normalfall nur die Polizei und andere Dienstfahrzeuge die Betriebs- und Versorgungsstraße befahren.

Und für diese sei die Benutzung in jüngster Vergangenheit unerträglich geworden, erklärt Markus Miglietti von Straßen.NRW: „Der Weg zum Parkplatz musste erneuert werden, das war zwingend nötig. Und das haben wir nachts gemacht, weil es zu dieser Zeit weniger Unfälle gibt. Schließlich nutzen auch Rettungswagen diese Straße.“

Aber Miglietti gibt auch zu: „Was versäumt wurde, war eine kleine Pressenotiz, mit der wir alle betroffenen Anwohnern hätten informieren können.“

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