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Die Polizei sperrte am Montagnachmittag die Zufahrt zum KSR-Gelände.

Beckbruchweg

KSR-Umladestelle nach Pikrinsäure-Vorfall wieder geöffnet

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RECKLINGHAUSEN - Wieder einmal hat eine Behälter mit Pikrinsäure für ein großes Durcheinander in einer öffentlichen Einrichtung gesorgt. Nach dem Polizeipräsidium im vergangenen August traf es am Montag die KSR-Umladestelle. Die Umladestelle ist seit Dienstagmorgen wieder geöffnet.

Die Abfall- und Wertstoffsammelstelle der Kommunalen Servicebetriebe RE (KSR) am Beckbruchweg ist ab sofort wieder geöffnet. Sie wurde vorerst geschlossen, nachdem gestern dort ein Behälter mit Pikrinsäure abgegeben worden war. Der gefährliche Stoff musste zunächst von einem Fachunternehmen entsorgt werden, bevor der normale Betrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Die Polizei sperrte die Umladestelle am Beckbruchweg am Nachmittag, nachdem ein Mann um 16.42 Uhr ein verdächtiges Chemikalienfläschchen am Umweltbrummi abgegeben hatte. Denn: Ein KSR-Mitarbeiter identifizierte die Substanz als getrocknete Pikrinsäure. Dabei handelt es sich um einen potenziell explosiven Stoff. Hitzeeinwirkung oder auch kräftiges Schütteln können getrocknete Pikrinsäure detonieren lassen. Die Feuerwehr sicherte mit 15 hauptamtlichen Kräften die Lage bis in die Abendstunden.

Die Stadt will schnellstmöglich eine Fachfirma finden, die die Flasche und ihren zumindest potenziell gefährlichen Inhalt entsorgen kann. 250 ml der Substanz befinden sich in dem Behältnis. "Gefahr ist derzeit nicht in Verzug", erklärte Stadtsprecher Hermann Böckmann. Die Flasche stehe sicher.

Erst im Vorjahr sorgte ein Päckchen Pikrinsäure für Wirbel im Polizeipräsidium. Am 16. August hatte ein junger Mann einen Behälter mit 40 Gramm getrockneter Pikrinsäure im Eingangsbereich abgegeben - im Auftrag eines Apothekers. Damals kamen Spezialisten des Landeskriminalamtes aus Düsseldorf, um die Substzanz zu entschärfen. Diese Spezialisten konatktierte die Polizei auch diesmal. Zum Entsorgen rückten die LKA-Beamten allerdings diesmal nicht an. Darum muss sich nun die Stadt selbst kümmern.

Pikrinsäure ist eine Chemikalie, die nach Angaben der Feuerwehr in Apotheken zum Einsatz kommt, früher aber auch in der Munitionsherstellung verwendet wurde.

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