Bergbau

Eine Lok für die neue Radtrasse

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RECKLINGHAUSEN - Um die Erinnerung an den Steinkohlebergbau wach zu halten, hat der Geschichtskreis König-Ludwig innerhalb des Fördervereins bergbauhistorischer Stätten im Ruhrrevier auf der König-Ludwig-Trasse eine ausgediente elektrische Fahrdrahtlok aufgestellt.

Bereits vor neun Jahren errichteten die ehemaligen Kumpel bereits vor neun Jahren am Rad- und Wanderweg des Regionalverbandes auf der Trasse der stillgelegten Zechenbahn hinter der Schachtanlage König-Ludwig 1/2 eine imposante Gruben-Ausbaustrecke, die ergänzt um eine Diesellokomotive und Kohleloren vom damaligen Recklinghäuser Bürgermeister Wolfgang Pantförder als erlebbare Zechentradition betitelt wurde. Was lag folglich nach der kürzlichen freigegebenen Fortführung des Radweges näher, dort ebenfalls ein Bergbaurelikt zu installieren. Der Standort war schnell ausgemacht und befindet sich nahe den Schächten 4/5, zumal diese durch den gegenseitigen Tausch von Kohle und Kunst mit dem Hamburger Schauspielhaus nach dem zweiten Weltkrieg sozusagen als eine Keimzelle der Ruhrfestspiele gilt.

Dieter Pröve, Sprecher des Geschichtskreises nutzte seine guten Kontakte und beschaffte eine ausgediente elektrische Fahrdrahtlok, die von der Lehrwerkstatt Auguste Victoria noch vor Schließung der dieser betriebsbereit hergerichtet werden konnte. Mit Unterstützung der Firma Franz Bracht konnte das vierzehn Tonnen schwere Grubengefährt am gestrigen Frühmorgen von seinem Zwischenlager, der Pröve-Ranch in Pöppinghausen, nach Suderwich befördert und hier deponiert werden. Diese Aktion bereitete dem heimischen Kran-Unternehmen und dessen Mitarbeitern Andreas Range, Siegbert Wortmann sowie Tobias Zäper keinerlei Probleme, hatte die Firma nach wenige Tage zuvor die ungleich gewichtigere Dampflok "Mevissen 4" vom Industriemuseum der früheren Zeche Zollern (Dortmund) ins Bochum-Dahlhausener Eisenbahnmuseum transportiert.

Die "Frühschicht" des Geschichtskreises mit Dieter Pröve, Michael Meyer, Lothar Nowak, Werner Beltrup sowie Friedhelm Steckel war schon ab 6 Uhr auf den Beinen, um die Überstellung der Lok hierzulande vorzubereiten und zu begleiten. Der weitergehend aufgestellte Kohlewagen soll in Kürze noch einen kalligraphischen Hinweis auf die ehemalige Zeche König-Ludwig 4/5 erhalten. Weiter ist an die Anbringung von Informationstafeln gedacht. Und auch die angrenzende Wand der Baustofffirma Löseke wird durch Bergbaumotive künstlerisch ausgestaltet.

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