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Ein Blick ins Innere: So präsentiert sich das Trainingsbergwerk den Besuchern. Foto: Gutzeit

Bergbau

Trainingsbergwerk bleibt erhalten

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RECKLINGHAUSEN - Alle wollen nur das Eine, stand in dieser Zeitung vor einem halben Jahr, und nun werden sie es wohl bekommen: Mit größter Wahrscheinlichkeit wird das Trainingsbergwerk an der Wanner Straße 30 erhalten bleiben – zumindest für die kommenden drei Jahre.

Noch muss zunächst der Verbandsausschuss und schließlich die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zustimmen. Doch das ist nach Ansicht von Lothar Hegemann (CDU), der im RVR als stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei fungiert, nur noch Formsache: „Es wird garantiert so kommen.“

Und so wird ein bereits seit längerer Zeit angedachtes Konstrukt in die Realität umgesetzt: Noch ist das Trainingsbergwerk im Beisitz der RAG, doch die wird es dem RVR übergeben. Und dieser wiederum wird es einem Managementverein, der sich aus den Reihen des Fördervereins gegründet hat, überlassen.

Was bisher unklar war, ist die Frage der Finanzierung, doch da ist es nach zahlreichen Gesprächen hinter den Kulissen offenbar zu einer Einigung gekommen. Konkrete Zahlen werden noch nicht genannt, doch den Löwenanteil soll die RAG stemmen. Auch der RVR wird einen großen Betrag beisteuern, während die Stadt Recklinghausen als dritter Partner im Boot den geringsten Beitrag leisten wird. Der städtische Wirtschaftsförderer Axel Tschersich sprach noch im März davon, dass man sich eine Summe im Bereich von 35.000 Euro gut vorstellen könne. Insgesamt soll für die kommenden drei Jahre ein Betrag in mittlerer sechsstelliger Höhe aufgebracht werden.

Laut Lothar Hegemann habe die RAG auch für den Erhalt des Trainingsbergwerks gewonnen werden können, „weil sie ihre Grubenwehr dort weiterhin unter realistischen Bedingungen üben lassen will“. Bürgermeister Christoph Tesche hatte das Thema schon vor einiger Zeit zur Chefsache erklärt und in zahlreichen Gesprächen mit allen Beteiligten für den Erhalt geworben.

Die Sektkorken knallen lassen will man im Rathaus allerdings noch nicht, und so gibt sich Stadtsprecher Hermann Böckmann in dieser Angelegenheit noch betont diplomatisch: „Es gibt gute Gespräche zwischen RVR, RAG, Verein und Stadt zu einer Lösung für die Zukunft des Trainingsbergwerkes. Diese sollen in Vorlagen für die jeweiligen Gremien in der zweiten Junihälfte münden.“

Wie die Zukunft des Trainingsbergwerks konkret aussehen wird, liegt in der Verantwortung des betreibenden Vereins, der bei der Vermietung freie Hand erhält. Angedacht ist beispielsweise, dass das Trainingsbergwerk ein Mittelpunkt einer touristischen Achse Herne - RE - Herten werden könnte. Kurzfristig sind Nutzungen als Präsentationsfläche für Produkte von Bergbauzulieferern oder auch als Film- und Eventlocation denkbar.

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