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ILLUSTRATION - Ein Schüler holt am Donnerstag (30.09.2010) im Klassenzimmer einer Grundschule in Straubing (Niederbayern) ein Federmäppchen aus seiner Schultasche. Die geplante Hartz-IV-Reform sorgt weiter für Diskussionen. Das Schulstartpaket von jährlich 100 Euro pro Kind soll in vollem Umfang erhalten bleiben. "Es ist nicht geplant, dass diese Leistung für Bezieher des Kinderzuschlags entfällt", sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministerium am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Foto: Armin Weigel dpa/lby

"Bildungsoffensive"

Caritas und SkF sammeln für Erstklässler

RECKLINGHAUSEN - Die Einschulung eines Kindes ist eine teure Angelegenheit. Laut Schätzungen fallen allein für die Erstausstattung, die von den Schulen per Elternbrief empfohlen wird, rund 300 Euro an. Für Familien, die von Hartz IV leben, ist das nicht zu stemmen. Hier wollen Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen einspringen.

Seit 2008 gibt es die "Bildungsoffensive" der beiden Wohlfahrtsverbände in Recklinghausen. Durch Spenden von Bürgern konnten so schon etliche Schultaschen angeschafft und auch gefüllt werden. Doch jetzt sind die Töpfe leer. Um weiterhin Kindern helfen zu können, sind die Verbände auf neue Spenden angewiesen. „Wir fokussieren uns auf die Erstklässler, Quereinsteiger wie Flüchtlingskinder und Viertklässler, die auf die weiterführende Schule wechseln. Sie brauchen alle neue Arbeitsmaterialien“, erklärt Gabriela Schulz, Fachbereichsleiterin von der Caritas. „Wir helfen da, wo wir aus unser Arbeit mit den Familien wissen, dass es am dringendsten ist“, sagt Daniel Ruppert, Koordinator der existenzsichernden Hilfen der SkF.

Spendenkonto beim Caritasverband RE, Stichwort: „Bildungsoffensive“, IBAN DE20 4266 1008 5216 6660 01, Volksbank Marl/RE

Für die Mitarbeiter von Caritas und SkF steht fest: Die staatliche Unterstützung in Höhe von 150 Euro ist zu knapp berechnet. Ein normaler Schulalltag ist für Kinder aus finanziell schwachen Familien ohne die Unterstützung von außen nicht möglich. 26 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Recklinghausen leben von Hartz IV. In den Kitas und Grundschulen sind es sogar 28 Prozent. In Süd lebt sogar jedes zweite Kind in einer Hartz IV-Familie. In der Grundschule an der Bochumer Straße sind es gar 80 Prozent.

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