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Treffpunkt für viele Suderwicher: Eines der größten Osterfeuer loderte 2018 am Frankenweg - und das, obwohl Unbekannte den Brennhaufen schon im Vorfeld angezündet hatten.

Brauchtum

Osterfeuer rechtzeitig anmelden

RECKLINGHAUSEN - In einem Monat lodern wieder an vielen Stellen Osterfeuer. Allerdings: Wer Baum-und Strauchschnitt verbrennen möchten, braucht dafür eine Genehmigung der Stadtverwaltung. Daher muss jedes Osterfeuer bis Donnerstag, 4. April, beim Fachbereich Bürger-und Ordnungsangelegenheiten im Stadthaus A angemeldet werden.

Klar ist: Längst nicht jedes Feuer wird genehmigt. Die Auflagen sind hoch. Denn dabei handelt es sich um Ausnahmen vom Verbrennungsverbot nach dem Landesimmissionsschutzgesetz. Und die gibt es nur, wenn das Feuer der Brauchtumspflege dient. Oder, wie die Stadtverwaltung es ausdrückt: „Wenn der öffentliche und kulturpflegerische Charakter der jeweiligen Veranstaltung auch tatsächlich gewährleistet ist“. Die Anträge müssen schriftlich gestellt werden. Im vergangenen Jahr wurden 40 dieser Brauchtumsfeuer, verteilt aufs ganze Stadtgebiet, erlaubt.

Für alle zugänglich

Wer privat ein Feuer anzünden will, hat schlechte Karten. Das Osterfeuer muss von Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet werden, die im Ortsteil verankert sind. Außerdem muss die Veranstaltung für jedermann zugänglich sein. Zu beachten ist beim Abbrennen des Feuers, dass nur unbehandeltes Holz wie beispielsweise abgelagerter Baum- und Strauchschnitt, und nur einmalig in der Zeit vom 20. bis 22. April, also an Ostersamstag, -sonntag und -montag, verbrannt werden darf.

Tieren die Flucht ermöglichen

Die Feuerstelle soll auf einen Durchmesser von fünf Metern begrenzt bleiben. Das aufgeschüttete Brenngut soll eine Höhe von drei Metern nicht übersteigen. Zudem muss es kurz vor dem Entzünden noch einmal umgeschichtet werden, um Tieren, die sich möglicherweise dort eingenistet haben, die Chance zur Flucht zu geben. Für die Erteilung einer Genehmigung berechnet die Verwaltung eine Gebühr in Höhe von 20 Euro. Wesentlich teurer wird es für all jene, die beim Abbrennen eines nicht genehmigten Osterfeuers erwischt werden. Dann kann ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro fällig werden.

Grünabfall fachgerecht entsorgen

Die Kommunalen Servicebetriebe weisen auf alternative Entsorgungsmöglichkeiten für Grünabfall hin: Wer Grünschnitt als Mulchmaterial oder Kompost nutzt, vermeidet die Schadstoffe des Verbrennens. Auch eine kostenfreie Abgabe bis zu zwei Kubikmetern an der Wertstoffsammelstelle ist für Recklinghäuser Bürger möglich. Zudem werden Pflanzenabfälle wie Baum-, Strauch- und Rasenschnitt von den KSR 14-tägig bei der Leerung der Biotonne abgeholt.

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