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Arbeitgeber dürfen ihre Mitarbeiter nicht rund um die Uhr mit einer videokamera überwachen. Auch bei einem Fehlverhalten sind die Aufnahmen nicht als Beweis zugelassen. Foto: Lukas Schulze/dpa

Busbahnhof

Tesche setzt sich für Videoüberwachung ein

RECKLINGHAUSEN - Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) setzt sich für Kameras am Busbahnhof ein. Er will dem Rat die Umsetzung einer kommunalen Videoüberwachung auf Grundlage des Datenschutzgesetzes NRW vorschlagen. Das ist ein Aspekt einer neuen Vereinbarung mit Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Polizei und Stadt wollen ihre Zusammenarbeit am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) weiter intensivieren. Streifenbeamte und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sollen künftig am Europaplatz noch mehr Präsenz zeigen. Weil das novellierte Datenschutzgesetz nun weitere Möglichkeiten der Kameraüberwachung ermöglicht, kündigt Tesche an, dem Rat die Umsetzung einer kommunalen Videoüberwachung vorzuschlagen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses geeignet ist, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger zu verbessern.“

Polizeipräsidentin Zurhausen ergänzt: „Das gemeinsame Vorgehen von Kommune und Polizei scheint mir der beste Weg zu sein, die Sicherheit am ZOB zu gewährleisten und das Sicherheitsempfinden der Menschen dort zu stärken. Bisherige Rückmeldungen von Bürgern und auch von Geschäftsleuten am ZOB zeigen, dass sie sich Polizisten vor Ort wünschen, die direkt ansprechbar sind.“

Bereits seit 2017 arbeiten Polizei und Stadt gemeinsam daran, dass sich die Lage rund um den Bahnhof weiter verbessert. So wurde ein Alkoholverbot verhängt, auch Polizei und KOD sind dort häufiger präsent. Das habe zu einer positiven Entwicklung beigetragen: Laut Polizei gingen am ZOB die Straftaten um mehr als 20 Prozent zurück, von 238 Delikten im Jahr 2017 auf 186 Straftaten im Jahr 2018. Mehr als 40 Prozent der Delikte am ZOB waren Diebstähle (davon ein Drittel Fahrraddiebstähle) und "einfache" Körperverletzungen wie Ohrfeigen. Die Zahl der Körperverletzungen sei um ca. 40 Prozent zurückgegangen. 2018 wurden acht Raubstraftaten zur Anzeige gebracht, drei weniger als noch 2017.

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