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Auf diesem Feld an der Dortmunder Straße soll das Neubaugebiet entstehen.

Canisiusstraße

Anwohner fürchten zusätzlichen Verkehr

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RECKLINGHAUSEN - Es lag nicht allein an den Temperaturen, dass es bei der Bürgerinformationsveranstaltung im Kuniberg-Berufskolleg hitzig zuging. Die Pläne, auf einem Feld an der Dortmunder Straße gut 120 neue Wohnungen und einen Aldi-Markt zu bauen, stießen vor allem bei Anliegern der Canisiusstraße auf Kritik.

So soll die bisher als Sackgasse gestaltete Canisiusstraße direkt durch das neue Quartier führen und an den Kreisverkehr Ziegelgrund angeschlossen werden. „Das sorgt für zusätzlichen Verkehr und Lärmbelästigungen. Warum kann die Straße nicht einfach geschlossen bleiben?“, fragte eine Anwohnerin. Ein anderer Anlieger fürchtet zudem, dass sich auf der Canisiusstraße, die eh zu wenige Stellplätze habe, der Parkdruck erhöhen werde.

Raser sollen ausgebremst werden

Die Bürgerinfo fand im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens statt. „Wir sind aber noch ganz am Anfang. Ihre Anregungen werden natürlich in die Planungen einfließen“, betonte der Technische Beigeordnete Norbert Höving. „Wir werden ganz sicher auch noch einmal intensiv über das Verkehrskonzept nachdenken. Wenngleich es auch gute Gründe dafür gibt, die Canisiusstraße tatsächlich zu öffnen“, sagte Christian Muhs vom Büro Atelier Stadt + Haus, das im Auftrag der KLG Projektentwicklungs GmbH den Plan für das Wohnbaugebiet erstellt hatte. Die Fahrbahn im Neubaugebiet soll zum Übergang zur alten Canisiusstraße so gestaltet werden, dass Raser ausgebremst werden.

Unterversorgung beim Einzelhandel

Nachgebessert werden soll auch bei der Zahl der Parkplätze im öffentlichen Raum. Bisher sind lediglich 25 vorgesehen. Für die Mieter der Mehrfamilienhäuser ist zusätzlich eine große Tiefgarage geplant. Zweifel wurden in der Versammlung laut, ob der Ortsteil überhaupt einen weiteren Supermarkt benötige. Für die Verwaltung verwies Birgit Sinnhuber-Schotte aber auf das Einzelhandelskonzept der Stadt, das für den Bereich Dortmunder Straße, Hinsberg und Lohweg ganz eindeutig eine Unterversorgung ausweist.

Freizeitbereich für Kinder geplant

Geplant sind bisher 17 Doppelhaushälften und Reiheneigenheime sowie mehrere dreigeschossige Mehrfamilienhäuser. Im nördlichen Bereich des drei Hektar großen Areals ist neben einem Regenrückhaltebecken oder eine Versickerungsfläche ein Freizeitbereich geplant, in dem auch Kinder auf ihre Kosten kommen sollen.

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