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Das WG-Haus nimmt Gestalt an: (v.l.) Anja Kuhn, Annemarie Westemeier, Dr. Dietmar Kehlbreier, Christa Stüve, Ulrike Arentz und Johannes Burrichter von der Diakonie wollen Demenzkranken am Elper Weg das (fast) eigenständige Wohnen ermöglichen.

Elper Weg

Diakonie eröffnet drei Demenz-WGs

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RECKLINGHAUSEN - Im August geht's los: Das Diakonische Werk eröffnet am Elper Weg drei Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. 24 Menschen sollen künftig in dem Wohnhaus hinter dem ehemaligen Altenheim "Haus Simeon" leben.

Dr. Dietmar Kehlbreier, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Recklinghausen, sagt: „Wir bauen und betreiben total gerne Altenheime, wissen aber, dass Menschen auch anders und solange wie möglich selbstbestimmt alt werden wollen. Dazu bedarf es anderer Wohnformen.“ Leben in Gemeinschaft, Versorgungssicherheit und Lebensqualität - all das will die Diakonie dort bieten. Investitionsvolumen: 2,6 Millionen Euro.

Gemeinschaft mit familiärem Charakter

Jeder Mieter hat sein eigenes Zimmer und Badezimmer. Ein großer Gemeinschaftsraum samt offener Küche soll dazu beitragen, dass die Bewohner eine Wohlfühloase mit familiärem Charakter vorfinden. Einen wichtigen Beitrag werden dazu sicher auch eine großzügige Terrasse und ein Garten leisten. „Wir wollen, dass die Mieter an der Tagesstruktur der Wohngemeinschaft teilhaben. Das ist die Herausforderung, die über allem steht“, erklärt Annemarie Westemeier, die das Geschäftsfeld Gesundheit und Pflege leitet. Ausdrücklich ist gewünscht, dass sich Angehörige aktiv einbringen.

Unterstützung durch die Angehörigen

Nähere Infos bei Anja Kuhn per Mail an a.kuhn@diakonie-kreis-re.de oder unter Tel. 0151/12128187.

„Eine Wohngemeinschaft funktioniert nur mit Regeln. Das gilt für die Studenten-WG ebenso wie für das Modell, dass wir am Elper Weg in die Tat umsetzen wollen“, erläutert Anja Kuhn, die bei der Diakonie Ansprechpartnerin für das Wohnen am Elper Weg ist. Und den Rahmen sollen die Bewohner selbst, gegebenenfalls auch mit Unterstützung ihrer Angehörigen, vereinbaren. Dazu gehört zum Beispiel ob gemeinsam gekocht wird. Ständig anwesende Diakonie-Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Bewohner tatsächlich rund um die Uhr sicher versorgt sind. Und ein ambulanter Pflegedienst wird die erforderlichen Dienstleistungen anbieten.

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