Finanzierung

Gartenausstellung verursacht Kosten

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RECKLINGHAUSEN - Die IGA 2027 wird Geld kosten - auch Recklinghausen wird nicht daran vorbeikommen. Einer ersten Schätzung zufolge dürfte es sich um rund eine Million Euro handeln. Mit ein wenig Glück und Verhandlungsgeschick wird es weniger.

Ein bisschen Geduld braucht es noch, bis die Internationale Gartenausstellung (IGA) kommt. Im Jahr 2016 hat die Metropole Ruhr (also das Ruhrgebiet) den Zuschlag erhalten, im Jahre 2027 soll sie stattfinden – und zwar ausdrücklich auch in Recklinghausen. Doch das ist nicht ganz kostenlos. Nach einer ersten Modellrechnung muss die Stadt insgesamt rund eine Million Euro aufbringen – über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Der Regionalverband Ruhr und (RVR) die Emschergenossenschaft hatten die Bewerbung zur IGA 2027 auf den Weg gebracht. Das Konzept sieht ein dezentrales Großereignis vor, für das insgesamt 200 Millionen Euro in die Infrastruktur gepumpt werden sollen. Den thematischen Mittelpunkt bilden sechs sogenannte Zukunftsgärten, von denen drei (in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund) kostenpflichtig sein werden. Drei weitere sollen ohne finanziellen Aufwand von den Bürgern besucht werden können, diese sind an der Emschermündung im Kreis Wesel, im Kreis Unna (Bergkamen/Lünen) sowie in Recklinghausen und Castrop-Rauxel.

Hier ist bekanntlich rund um das Wasserkreuz, an dem die Emscher den Rhein-Herne-Kanal unterquert, der Wasser-Natur-Erlebnispark geplant, der als „Emscherland“ Bestandteil der IGA werden soll. Für diese wurde vom RVR schon Ende 2017 ein Durchführungshaushalt entworfen, der nach Berücksichtigung von rund 53 Millionen Euro an Einnahmen (durch Ticketverkauf, Verpachtungen und Mieten) immer noch einen Zuschussbedarf von 45 Millionen Euro vorsieht. Davon werden die Emschergenossenschaft und der RVR jeweils zehn Millionen Euro übernehmen, womit 25 Millionen Euro für die beteiligten Kommunen verbleiben. Das sind elf kreisfreie Städte und vier Kreise.

Nach dem RVR-Umlageschlüssel muss der Kreis Recklinghausen 10,91 Prozent davon aufbringen, was rund 2,72 Millionen ausmacht. Oder eben 272.750 Euro pro Jahr im Zeitraum von 2019 bis 2028. Durch ein Ansparmodell seitens des RVR wird dieser Betrag auf rund 178.000 Euro reduziert. Sollten lediglich Recklinghausen und Castrop-Rauxel diese Last tragen, weil nur diese beiden Städte IGA-Standorte sein werden, dürfte auf Recklinghausen ein anteiliger Betrag von rund 100.000 Euro im Jahr entfallen. Möglicherweise beteiligt sich aber auch noch der Kreis an der Finanzierung, was eine gewisse Ungerechtigkeit begradigen würde, da der Recklinghäuser Anteil im Vergleich zu dem einiger kreisfreier Städte unverhältnismäßig hoch wäre.

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