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Mit Plakaten und lauten Sprechchören: Die "Fridays for Future"-Demonstranten zogen durch die Altstadt.

"Fridays for Future"

Schüler ziehen lautstark durch die Altstadt

RECKLINGHAUSEN - "Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut": Mit bunten Plakaten und lauten Sprechchören ist der zweite Recklinghäuser "Fridays for Future"-Schülerstreik durch die Altstadt gezogen. Rund 150 überwiegend junge Teilnehmer haben sich auf diese Weise für den Klimaschutz eingesetzt.

Seit der ersten Demo Mitte März ist das Organisationsteam der Ortsgruppe Recklinghausen auf 44 Mitglieder angewachsen. Linus Krüsemann (16) vom Gymnasium Petrinum ist einer von ihnen. In seiner Hand hielt er am Freitag ein Pappschild. Um das Bild der Erdkugel steht geschrieben: „Respect your mother!“ Für sein großes Ziel, die Verhinderung einer drohenden Klimakatastrophe, sei er bereit unentschuldigte Fehlstunden in Kauf zu nehmen. „Wer etwas verändern will, der muss in einem friedlichen Rahmen Grenzen überschreiten“, erklärte Krüsemann. Kritikern, die die jungen Demonstranten als Schulschwänzer bezeichnen, begegne er selbstbewusst: „Würden wir samstags demonstrieren, würden wir nie die Aufmerksamkeit erreichen, die es braucht, um in der Politik etwas zu bewegen.“

Mit lauten Rufen forderten die jungen Menschen den Ausstieg aus der Kohle, mehr Fahrverbote in Städten und den Umstieg auf hundert Prozent erneuerbare Energien. Auf ihrem Weg durch die Innenstadt schlossen sich weitere Menschen der Demo an, sodass zu der abschließenden Kundgebung vor dem Rathaus schätzungsweise 200 Menschen zusammenkamen. Viele Interessierte blieben stehen, um den Reden der Schüler zu lauschen. So auch Kurt Halfmann. „Ich kann die Motivation der Schüler gut nachvollziehen und finde ihr Engagement beeindruckend“, sagte er. Die nächste "Fridays for Future"-Demo ist für den 24. Mai geplant.

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