Gerichtsprozess

Mit 110 "Sachen" durch die Stadt

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RECKLINGHAUSEN - Für eine rasante Spritztour ohne Führerschein muss ein 22-Jähriger jetzt teuer bezahlen. Vor Gericht ist er kein Unbekannter.

Zwei Jahre und sieben Monate Haft - außerdem darf er mindestens fünf Jahre lang kein Auto mehr fahren. Das entschied das Amtsgericht.

Der zigfach vorbestrafte Serieneinbrecher, der noch nie einen Führerschein besessen hat, hatte sich im März von einer Bekannten einen sportlichen BMW ausgeliehen. An der Linksabbieger-Spur Hertener Straße/Westring setzte sich zufällig ein Streifenwagen der Polizei hinter ihn: der Startschuss für eine „Wildwest-Fahrt“ durch das südliche Stadtgebiet. Mit Tempo 110 raste der 22-Jährige über den Westring Richtung Süden. Rote Ampeln ignorierte er ebenso wie das von der Polizei gesetzte Anhaltesignal „Stopp Polizei“.

An der Einmündung von der Hoch- in die Raiffeisenstraße driftete der 22-Jährige mit dem BMW dermaßen schnell durch die Kurve, dass sich über mehrere Meter Gummi von den Reifen auf den Asphalt malte. Bei dem Kurvenmanöver hätte der 22-Jährige um ein Haar eine Radfahrerin erwischt. Der 22-Jährige stellte den BMW mit Warnblinklicht ab und flüchtete zu Fuß weiter. Am Hellweg-Parkplatz war für ihn dann Endstation.

Im Februar 2012 hatte der 22-Jährige wegen einer Serie von Einbrüchen am Bochumer Landgericht fünf Jahre Jugendhaft kassiert. Im Januar 2014 sattelte das Amtsgericht 16 Monate Haft wegen illegaler Auto-Spritztouren mit Fahrerflucht oben drauf. Der Verurteilte legte Berufung ein, blieb vorerst auf freiem Fuß. Nach dem neuerlichen Urteil steht dem 22-Jährigen nun eine lange Zeit in einer Zelle bevor.

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