Geschwindigkeitskontrolle

Stadt will neue Geräte anschaffen

RECKLINGHAUSEN - Schlechte Nachrichten für allzu flotte Autofahrer: Die Stadt will neue Lasergeräte und Fahrzeuge zur Geschwindigkeitsmessung anschaffen. Dafür investiert sie bis zu 400.000 Euro. Ob Abzocke oder nicht: Sicher ist, dass die Verwaltung durch den Gesetzgeber zur „Überwachung der Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit“ verpflichtet ist.

Um dieser Aufgabe nachzukommen, bedarf es einer technischen Nachrüstung. Ein neues Fahrzeug inklusive Lasertechnik soll her – rund 150.000 Euro soll es kosten. Das klingt im ersten Moment nach viel Geld, doch die Refinanzierung – und so viel Fantasie besitzen Befürworter und Gegner des „Blitzens“ – ist allemal gesichert. Die „Kundschaft“ steht nämlich Schlange: Im Jahr 2017 gab es im Stadtgebiet 19.133 Fälle, in denen Temposünder zur Kasse gebeten wurden. Die Gesamteinnahmen lagen bei 387.047 Euro, womit auch klar ist, dass für ein Durchschnittsknöllchen etwa 20 Euro hinzulegen sind.

Bislang funktionierte die Geschwindigkeitsmessung in Recklinghausen so: In Kooperation mit den Städten Herten und Marl gab es insgesamt drei Fahrzeuge mit Radartechnik, von denen jeweils eines im wöchentlichen Wechsel in Recklinghausen im Einsatz war. Ein Wechsel, der natürlich taktische Gründe hat: Das betreffende Fahrzeug sollte nicht schon von Weitem erkannt werden.

Neues Fahrzeug inklusive Lasertechnik

Doch diese Zusammenarbeit mit Herten und Marl steht nun am Ende des Jahres vor dem Aus. Anfang 2019 wird Recklinghausen nur noch im Besitz eines Radargeräts (ohne Fahrzeug) sein, das dazugehörige Auto (Opel Zafira) will man von Herten übernehmen. Aber: Radargerät und Pkw stammen aus dem Jahr 2007, und Ende 2019 läuft die Versorgung mit Ersatzteilen aus. Was bedeutet: Wenn nicht gehandelt wird, könnte diese Stadt kurzfristig ohne Messgerät dastehen.

Deswegen will die Verwaltung ein zusätzliches Fahrzeug inklusive Lasertechnik beschaffen. 2019 soll dann der alte Zafira (mit Radartechnik) durch ein weiteres neues Fahrzeug (mit Lasertechnik) ersetzt werden. Das wäre dann eine Gesamtinvestition von 400.000 Euro, für die die Stadt dann zwei Fahrzeuge mit insgesamt vier Kameras erhalten hätte.

Rubriklistenbild: © Thomas Nowaczyk (Archiv)

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