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Nicht vergessen: Die Otto-Burrmeister-Realschüler erinnerten an die Schicksale von Fremdarbeitern und Kriegsgefangenen, aber auch von deportierten und ermordeten Juden aus Recklinghausen.

Holocaust-Gedenktag

Schüler halten Erinnerung wach

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RECKLINGHAUSEN - Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus haben Jugendliche der Otto-Burrmeister-Realschule am Montag die zentrale Erinnerungsfeier der Stadt gestaltet. Darin machten die Schüler unter anderem auf das Schicksal von Zwangsarbeitern auf der Hillerheide aufmerksam.

Im Falle der Otto-Burrmeister-Realschule lag das Verbrechen buchstäblich vor der Haustür. Auf der anderen Straßenseite schufteten vor 75 Jahren Zwangsarbeiter unter mörderischen Bedingungen. Das Neubaugebiet Maybacher Heide war während des Zweiten Weltkriegs ein Ausbesserungswerk der damaligen Reichsbahn. Und um das Schicksal der dort und anderswo im Stadtgebiet eingesetzten Fremd- und Zwangsarbeiter ging es beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Die Schüler haben sich ausgiebig mit dem vielfachen Mord in ihrem Stadtteil beschäftigt. Eine Pflichtlektüre war dabei das vom VHS-Leiter Jürgen Pohl verfasste Buch „Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Recklinghausen im Zweiten Weltkrieg“. Auch das Online-Gedenkbuch der Stadt erwies sich als ergiebige Quelle. In einer Ausstellung haben die Schüler ihr Wissen zusammengetragen.

Italienische Zwangsarbeiter lebten an der Maybachstraße 47. Verschleppte Polinnen und Ukrainerinnen waren im Christophorushaus an der Werkstättenstraße 18 untergebracht. Die Frauen mussten auf der Zeche General Blumenthal schuften oder bei der Firma Becorit. Wie viele Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Recklinghausen litten und starben, ist nicht bekannt.

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