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So ist's brav: Auch dieser Vierbeiner trägt artig seine Steuermarke am Halsband.

Hundesteuer

Herrchen und Frauchen müssen zahlen

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RECKLINGHAUSEN - In Recklinghausen sind aktuell 6979 Hunde bei der Stadtverwaltung gemeldet. Sie kassiert pro Tier jährlich 108 Euro an Hundesteuer. Damit liegt die Stadt in der oberen Tabellenhälfte der Ergebnisse, die der Bund der Steuerzahler (BdSt NRW) in 338 Kommunen ermittelt hat.

Wenn man in Recklinghausen zwei Hunde hält, sind jeweils 124 Euro fällig. Hat man drei oder mehr Vierbeiner, sind sogar jeweils 140 Euro zu bezahlen. Da die Kommunen die Hundesteuer selbst festlegen können, fällt diese je nach Wohnort sehr unterschiedlich aus. Die höchste Hundesteuer verlangt Hagen mit 180 Euro pro Jahr. Den geringsten Hundesteuersatz erhebt Verl mit 25 Euro für einen Hund und ein Jahr. Die Nachbarstädte Herten und Marl liegen mit 108 bzw. 110 Euro gleich bzw. leicht über dem Recklinghäuser Steuersatz, Gelsenkirchen und Herne sind mit 129 bzw. 152 Euro teurer. Im Kreis Recklinghausen liegen vier Städte unter dem Recklinghäuser Satz: Castrop-Rauxel, Datteln, Haltern und Oer-Erkenschwick mit jeweils 96 Euro für einen Hund und ein Jahr.

53 gefährliche Hunde

Ganz unterschiedlich gehen die Städte bei sogenannten gefährlichen Hunden vor. Während man in Herten 540 Euro für einen solchen Vierbeiner zahlen muss (und wenn man zwei hat, dann sind dort pro Hund sogar 675 Euro fällig), zahlt man in Recklinghausen den normalen Satz. Laut Stadtverwaltung werden 53 gefährliche Hunde in Recklinghausen gehalten. Noch ein paar Zahlen zum Vergleich: In Monheim fallen für jeweils einen gefährlichen Hund 1320 Euro an, Solingen berechnet 1200 Euro und Siegburg 1100 Euro. 82 der untersuchten Städte, darunter auch Castrop-Rauxel, Marl und Haltern, verfahren allerdings wie die Recklinghäuser: Hier wie dort zahlen Besitzer gefährlicher Hunde den gleichen Steuersatz wie Halter anderer Hunderassen.

711.155 Euro Steuereinnahmen

Recklinghausen hat zuletzt folgende Summen durch die Hundesteuer eingenommen: 693.599 Euro im Jahr 2016 und 711.155 Euro im vergangenen Jahr. Zahlen für 2018 sind noch nicht ermittelt, aber man geht von ähnlichen Einnahmen wie im Vorjahr aus. Doch nicht alle Halter müssen für ihre Vierbeiner zahlen: Auf Antrag besteht die Möglichkeit auf Ermäßigungen für Wach-, Melde- oder Sanitätshunde sowie für Empfänger von Sozialhilfe bzw. gleichgestellten Personen. Je nach Fall kann die Steuer um 25 oder 50 Prozent ermäßigt werden.

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