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Der Platz neben dem Richter ist frei: Die Stadt sucht neue Schöffen.

Justiz

Wer will Schöffe werden?

RECKLINGHAUSEN - Neue Schöffen braucht das Land: Gesucht werden 62 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Recklinghausen und am Landgericht Bochum als Vertreter des Volkes zwischen 2019 und 2023 an der Rechtsprechung in allgemeinen Strafsachen teilnehmen. Bewerbungen sind bis zum 23. März möglich.

Der Rat der Stadt schlägt mindestens doppelt so viele Personen vor, wie an Schöffinnen und Schöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte die Haupt- und Hilfsschöffen. Gesucht werden Menschen, die in Recklinghausen wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wer hauptamtlich in oder für die Justiz tätig ist (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) oder Religionsdiener ist, kann nicht zum Schöffen gewählt werden.

Unparteilichkeit wird vorausgesetzt

Bewerbungen an den Fachbereich Bürger- und Ordnungsangelegenheiten der Stadt: Tel. (02361) 501751, E-Mail: wahlamt@recklinghausen.de Ein Formular kann von der Internetseite oder heruntergeladen werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen und das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Das verantwortungsvolle Amt verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

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