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Im Stadtteilpark an der Karlstraße erinnern Förderturm und Maschinenhaus an die Zechengeschichte.

Karlstraße

Förderturm bleibt länger dunkel

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RECKLINGHAUSEN - Seit März ist es am Förderturm an der Karlstraße abends "zappenduster". Wie berichtet, wurde die zum Großteil verschlissene Technik bereits ausgebaut. Doch mit dem erhofften Wiedererstrahlen des alten Zechengerüstes pünktlich zu "Recklinghausen leuchtet" am 19. Oktober wird es nichts.

Voraussichtlich erst zum Jahresende wird der „Stern von Hochlarmark“ wieder leuchten, heißt es aus dem Rathaus. Am Dienstag unterschrieb die Leiterin des städtischen Instituts für Kulturarbeit, Beate Ehlert-Willert, den Auftrag für eine Essener Firma, die sich im Vergabeverfahren durchgesetzt hat. Deren Chef weilt derzeit in China. Im Reich der Mitte will er die passende Technik für das stählerne Bergbaurelikt finden. „Es handelt sich um eine Spezialanfertigung“, sagt der städtische Pressereferent Hermann Böckmannn. Schon die Schöpfer der dynamischen Lichtskulptur, die Brüder Mike und Dirk Löbbert, arbeiteten vor 18 Jahren zum Start in das neue Jahrtausend mit einer Spezialfirma zusammen. Grün leuchtende Lichtbänder imitierten ein Bewegung des Förderrades. Dazu passte der Titel: „Hochlarmark bleibt in Bewegung“.

28.000 Euro kostet die neue Beleuchtung nach Angaben der Stadt. Damit der Förderturm der früheren Zeche Recklinghausen II auch zu „Recklinghausen leuchtet“ nicht im Dunkeln steht, wird die Firma bis zum 19. Oktober einen kleinen Vorgeschmack installieren. Die Rede ist von drei oder vier Lichtstäben. Auch einen Dämmerschoppen soll es dann am Fuße des Wahrzeichens geben.#

Auch wenn die Stadt die neue Beleuchtung bezahlt: Der Förderturm gehört dem Verein für Bergbau- und Industriegeschichte. Deren Vorsitzender Heinz-Jürgen Wagner hatte unlängst noch gepoltert, dass sich von der Stadt niemand mehr bei ihm blicken lassen müsse, wenn die neue Beleuchtung nicht bis „Recklinghausen leuchtet“ fertig ist. Nun gibt sich der frühere Bergmann versöhnlich: „Wir sind zufrieden, wenn es endlich fertig ist.“

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