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So sieht der Entwurf der AIP Unternehmensgruppe für das Karstadt-Gebäude am Recklinghäuser Altstadtmarkt aus

Karstadt-Haus

"MarktQuartier" soll 2021 fertiggestellt sein

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RECKLINGHAUSEN - Noch bis Ende April dreht sich im ehemaligen Karstadt-Gebäude alles um Kultur. Dann folgt auf Jazz und Klassik reichlich Baulärm. „Wir wollen dann mit dem Abriss des hinteren Gebäudes zur Herrenstraße beginnen“, sagte Projektentwickler Gerd Rainer Scholze.

Parallel zum Abbruch starten auch die weiteren Arbeiten, damit das „MarktQuartier“ im ersten Quartal 2021 fertiggestellt ist, so der Gesellschafter der AIP-Unternehmensgruppe weiter. Auch die Vermarktung des Gebäudekomplexes gehe gut voran: „Wir haben aktuell eine Vermietungsquote von 65 Prozent, damit bin ich sehr zufrieden.“ Die Gespräche mit einem Betreiber für die geplante Kindertagesstätte liefen, „und wir haben einen Discounter mit einem gehobenen Segment“. Die Mischung aus Handel, Dienstleistung und Wohnen für das „MarktQuartier“ sei zukunftsträchtig: „Durch die Fusion von Karstadt und Kaufhof wird es in anderen Städten zu weiteren Schließungen kommen. Das ist die einzige Chance, diese Wunden zu schließen.“ Doch auch die Monate bis zum Baustart will Scholze nutzen.

Am Samstag beim Konzert „Jazz v.2“ freute er sich einmal über den Zuspruch des Publikums. „Die Veranstaltungen werden sehr gut angenommen“, betonte er. „Nur von der Besucherzahl beim Kindertheater ,Motte will Meer’ war ich enttäuscht.“ Aber der Termin kurz vor Weihnachten sei ungünstig gewesen. Weil das Umweltthema Plastikmüll so wichtig und das Stück einfach großartig sei, möchte Scholze es möglichst ein weiteres Mal zeigen. Mit glänzenden Augen schaute Gerd Rainer Scholze durch das bunt beleuchtete Erdgeschoss. Die Bar, an der die Konzertbesucher sich in Pausen mit Getränken versorgen können, steht in der früheren Drogerieabteilung. An die Wand projiziert ein Beamer stimmungsvolle Aufnahmen aus einer Bar. „Die Fotos habe ich bei meiner letzten Amerika-Reise gemacht und mir gedacht, dass die gut hierhin passen“, verriet der Gesellschafter. Der Veranstaltungssaal ist mit schwarzen Tüchern abgeteilt. Die Stuhlreihen waren an diesem Nachmittag sehr gut gefüllt. Mobile Heizgeräte sorgten für wohlige Wärme. „Ist es nicht erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln sich solch ein Raum verändert?“, stellte Scholze fest: „So sollten Leerstände viel öfter genutzt werden.“

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