Kinderpornografie

33-Jähriger kommt mit Bewährungsstrafe davon

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RECKLINGHAUSEN - Ein 33-jähriger Recklinghäuser ist zum zweiten Mal wegen des Verbreitens von Kinderpornografie verurteilt worden. Allerdings hatte er Glück: Die einjährige Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem muss der Mann erneut eine Sexualtherapie antreten.

Bereits vor fünf Jahren war der 33-Jährige zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Damals waren auf seinem Computer mehr als 10.000 Bilder und Videos mit kinderpornografischem Inhalt entdeckt worden. Zu sehen waren meist kleine Jungen, oft beim Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen. Kurz nach der Verurteilung hatte der Recklinghäuser in Bochum eine Therapie begonnen. „Danach bin ich dann aber wieder ein bisschen rückfällig geworden“, so der Angeklagte im Prozess am Amtsgericht.

Noch während der Bewährungszeit hatte er wieder Bilder und Videos mit ähnlichem Inhalt heruntergeladen und gespeichert. Diesmal allerdings nicht auf dem Computer, sondern auf dem Handy. „Das fing an, als ich meinen Job verloren hatte“, sagte er den Richtern. Da habe er viel Zeit gehabt. Die neuen Straftaten waren im Rahmen einer deutschlandweiten Fahndungsaktion bekannt geworden. Der Angeklagte hatte einige der kinderpornografischen Bilder über WhatsApp erhalten und weitergeschickt.

Dass keine Gefängnisstrafe verhängt worden ist, hat er vor allem dem Zeitablauf zu verdanken. Die neuen Vorwürfe stammen aus 2016, danach ist offenbar nichts mehr passiert.

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