Kiosk am Kunibertitor

Mehrheit will eine Sanierung

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RECKLINGHAUSEN - Die Idee, das mehr als 100 Jahre alte Kiosk-Gebäude am Kunibertitor zu sanieren, stößt nicht in allen Teilen der lokalen Politik auf ungeteilte Zustimmung. Allerdings scheint es insgesamt eine breite Mehrheit zu geben, sodass die Maßnahme mit großer Sicherheit im nächsten Jahr in die Tat umgesetzt werden wird.

Wie bereits berichtet, soll das schon lange leer stehende Haus mithilfe einer Qualifizierungsmaßnahme des Schulungs- und Servicezentrums Vest GmbH (SUS) am Ossenbergweg auf Vordermann gebracht werden. Die Stadt stellt das Material (Kosten: knapp 50.000 Euro), die Lohnkosten für die Qualifizierungsgruppe will das Jobcenter aus dem Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ bezahlen. Letzteres ist allerdings mit einer Bedingung verbunden: In den ersten fünf Jahren nach Fertigstellung des Gebäudes darf es dort keine gewinnorientierte, gewerbliche Nutzung geben.

Für Klaus-Dieter Herrmann (SPD) ist das ein Grund zur Sorge: „Können wir guten Gewissens 50.000 Euro ausgeben, ohne zu wissen, dass es nach der Fertigstellung in einem Jahr genutzt wird?“

Kämmerer und Liegenschaftsdezernent Ekkehard Grunwald findet schon: „Aber ich betone: Wenn wir A sagen, müssen wir auch B sagen. Wenn wir jemanden finden, der sich dort ansiedeln will, dann dürfen wir mittelfristig nicht vor einer Bebauungsplanänderung zurückschrecken, die dort eine Terrasse oder einen Anbau ermöglicht.“ Die Verwaltung hält es für möglich, während der ersten fünf Jahre zum Beispiel eine Tourismus-Information im ehemaligen Kiosk zu installieren, oder dort Aktivitäten im Bereich der Kultur zu entwickeln.

SPD-Fraktionschef Frank Cerny betonte, dass er persönlich die Maßnahme sehr begrüße, „weil das Gebäude bei mir und für viele andere Recklinghäuser einige Erinnerungen auslöst.“ Für die Grünen begrüßte auch Volker Schäper-Beckenbach den Sanierungsplan. „Wir halten das für ein sinnvolles Projekt“, betonte der Ratsherr in der Sitzung des Ausschusses für Gebäudewirtschaft, Grünflächen und Umwelt.

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