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Die Matena ist ein schutzwürdiges Biotop. In den letzten Tagen ließ der Zentrale Betriebshof dort in Höhe des Loemühlenbachtals Bäume fällen. Naturschützer sind entsetzt: Waren diese Bäume wirklich krank?

Klärungsbedarf

Baumschutzsatzung lässt auf sich warten

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RECKLINGHAUSEN - Der Weg zu einer neuen Baumschutzsatzung ist länger als gedacht. Wohl erst am 8. Juli wird der Rat das Werk verabschieden. Ursprünglich sollte der Rat die neue Satzung schon am 25. Februar verabschieden. Doch daraus wird nichts.

CDU und SPD meldeten weiteren Klärungsbedarf an zum bereits von der Verwaltung vorgelegten Entwurf. So setzte sich die SPD für Expertenrunden auch mit externem Sachverstand ein. Die Abteilung Umwelt und Stadtgrün im Technischen Rathaus sieht sich nicht in der Lage, diese Expertenrunden noch im Februar abzuhalten. Außerdem sollen auch die Bürger in das Verfahren eingebunden werden. Die Stadt, so heißt es aus der Pressestelle, möchte einen Schnellschuss vermeiden.

Die neue Satzung soll regeln, wann, wo und unter welchen Umständen Bäume gefällt werden dürfen – oder eben auch nicht. Die Grünen haben bereits einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt. Von anderen Parteien ist die auch zu erwarten.

Mit großer Sicherheit wird die aktuell noch gültigen Regelung, dass Bäume in einem Abstand von bis zu vier Metern zu Gebäuden grundsätzlich gefällt werden dürfen, gekippt. Zuletzt war dies im Dezember am Anton-Bauer-Weg mitten in der Altstadt noch geschehen. Auch die Regelung, dass alle Bäume auf kleineren Grundstücken von maximal 400 m² prinzipiell gefällt werden dürfen, wird wohl gestrichen.

Voraussichtlich Mitte April soll eine öffentliche Infoveranstaltung stattfinden. Bereits Mitte Februar gibt es eine erste Expertenrunde. Diesem Kreis gehören Vertreter der Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung an, aber auch „externe Experten“ wie Aktivisten der Baumschutzgruppe, Mitglieder des Naturschutzbundes sowie Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Dieser erlauchte Kreis kommt ein zweites Mal nach der Bürgerinformationsveranstaltung zusammen – voraussichtlich Anfang Mai. Dann soll sich die Expertenrunde auch mit den Anregungen der Bürger befassen und diese in den Satzungsentwurf einfließen lassen. Am 6. Juni wird der Entwurf der neuen Baumschutzsatzung schließlich auf der Tagesordnung des Ausschusses für Gebäudewirtschaft, Grünflächen und Umwelt stehen. Die letztendliche Entscheidung fällt dann in der Ratssitzung am 8. Juli.

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