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Sie kämpfen für den Klimaschutz: Rund 20 Menschen trafen sich in der Altstadtschmiede an der Kellerstraße, um die ?Fridays for Future?-Bewegung zu unterstützen und die weitere Vorgehensweise zu planen.

Klimaschutz

Schüler planen Aktionstag für den 26. April

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RECKLINGHAUSEN. - Die zweite Demo „Fridays for Future“ ist geplant. Doch zuerst startet am 26. April ein Aktionstag. Während die Schüler ihr weiteres Vorgehen besprechen, ist der Klimaschutz auch in der Elisabeth-Kirche ein Thema.

Kleine, gelbe Zettel gingen im Familiengottesdienst im Nordviertel von Hand zu Hand – kleine Mut-mach-Zettel mit persönlichen Beiträgen zum Klimaschutz, die jeder leisten kann. Im vollen Gotteshaus hatten die Besucher ihre „Verbrauchertipps“ notiert – von „Auto gegen Rad tauschen“ über „keine Kreuzfahrten mehr“ bis zu „Strom und Wasser sparen“.

„Denn jeder kann etwas tun, um die Schöpfung zu bewahren“, betonte Pastoralreferentin Cilli Leenders-van Eickels. Gemeinsam könnten die Menschen etwas bewegen. „Die Schüler haben es uns vorgemacht.“ Und die jungen Demonstranten der „Fridays for Future“-Bewegung“ erzählten in der Kirche, warum sie auf die Straße gegangen sind. Mia: „Mir ist die Umwelt sehr wichtig, und ich finde es schade, dass sich einige nicht dafür interessieren.“ Und Lucia fand ebenfalls starke Worte: „Wir haben nur den einen Planeten, und ich möchte, dass wir eine Zukunft auf der Erde haben.“ Anne fragte: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Genau diese Ansicht vertreten auch die rund 20 Schüler, die in der Altstadtschmiede ihr weiteres Vorgehen besprachen. Ihnen zur Seite standen dabei einige engagierte Erwachsene. „Wir machen natürlich weiter“, sagte Paula Becker (13), die gemeinsam mit Sophia Tschierschke (13) die Initiative in Recklinghausen ergriffen hatte. Eine zweite Demonstration ist für Mai geplant. Doch den genauen Termin wollen die Klimaschützer erst bekannt geben, wenn sie die Demo bei der Polizei angemeldet haben. Aber zunächst einmal gibt es am Freitag, 26. April, einen Aktionstag in der Innenstadt.

„Der Klimawandel ist längst eine reale Bedrohung für unsere Zukunft. Wir werden die Leidtragenden des Klimawandels sein. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die einen katastrophalen Klimawandel noch verhindern kann“, steht auf der Internet-Seite der„Fridays for Future“-Bewegung, auf der jeder zur Recklinghäuser Gruppe Kontakt aufnehmen kann oder auch am Aktionstag (26.April). Info:

Außerdem berichteten die Schüler über ihre Erfahrungen nach der ersten Demo, an der sich mehr als 1000 Menschen beteiligt hatten. „Wir reden jetzt in der Schule häufig über das Thema. Viele zeigen Verständnis. Aber manche gucken uns leider auch schräg an und meinen, wir hätten geschwänzt“, erklärte Sophia Tschierschke. Großen Zuspruch bekam Luke Rehberg (15): „Ein Lehrer hat mir gesagt: ,Die Fehlstunden lohnen sich.‘ Das war ein gutes Gefühl.“ Das sehen die Erwachsenen in der Runde ebenso. Da war zum Beispiel Peter Gerwinat, der seinen Sohn Jason (13) in die Schmiede begleitete. „Ich denke, die kleinen Menschen können die Unterstützung der großen gut gebrauchen. Das geht uns alle etwas an“, betonte er. Und für den mit 77 Jahren ältesten Teilnehmer versteht es sich von selbst, dass er dabei ist. „Ich bin schließlich Biologe“, verriet Michael Hillebrandt.

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