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Bergbau-Relikt: Auf dem ersten Teilstück der König-Ludwig-Trasse steht bereits eine alte Unter-Tage-Lok.

König-Ludwig-Trasse

Bergbau-Exponate lassen auf sich warten

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RECKLINGHAUSEN - An fünf Stellen des im Juni eröffneten zweiten Abschnittes der König-Ludwig-Trasse will der Geschichtskreis bergbauhistorische Exponate platzieren. Darunter unter anderem eine Fahrdrahtlok sowie eine Akkulok am Rastplatz am Ickerottweg. Doch das Vorhaben ist ins Stocken geraten.

Die Pläne des Geschichtskreises König Ludwig müssen erst noch den Rat passieren. Das war so nicht von Anfang an vorgesehen. Nun soll das ambitionierte Vorhaben der ehemaligen Bergleute für die alte Zechenbahntrasse nach den Sommerferien in Ausschüssen diskutiert und abgesegnet werden. Dabei geht es offenbar vor allem um Sicherheitsaspekte. „Wir hoffen, dass die Exponate noch in diesem Jahr stehen“, sagt Christian Wengerek, der Ratsherr und Vertreter des Geschichtskreises König Ludwig ist.

Graffito muss abgesegnet werden

Derzeit erstelle die Stadtverwaltung ein Papier zur Abstimmung für den Rat. Neben dem Wirtschafts- und dem Verkehrsausschuss sollen die Pläne laut Wengerek auch im Kulturausschuss auf die Tagesordnung kommen. Dort geht es dann unter dem Stichwort „Kunst im öffentlichen Raum“ um das geplante Graffito auf der neuen Brücke über der Röllinghäuser Straße, die ebenfalls Teil des zweiten Abschnitts der König-Ludwig-Trasse ist. Der Fuß- und Radweg soll an die industrielle Vergangenheit erinnern, die die Stadt rund 130 Jahre lang geprägt hat. Schon auf dem bereits vor zehn Jahren eröffneten ersten Abschnitt der Trasse ist eine alte Unter-Tage-Lok zu sehen. Auf dem neuen Abschnitt steht bislang eine Lore auf einem Gleisabschnitt. Dort, nahe der Maria-May-Straße, soll ein Schwerlast-Kran jene tonnenschwere Fahrdrahtlok abstellen, die 1965 das letzte Grubengold der Zeche König Ludwig beförderte. Vorausgesetzt, die Ausschüsse stimmen zu.

Planungen für dritten Abschnitt

Derweil arbeitet der Regionalverband Ruhr (RVR) daran, auch den dritten Abschnitt in die Tat umzusetzen. Der RVR verhandelt mit der Ruhrkohle AG und der Unteren Naturschutzbehörde über einen Weiterbau. Bislang endet die Trasse an der Horneburger Straße. Der dritte Abschnitt würde von dort bis zur Halde Ewald Fortsetzung in Oer-Erkenschwick verlaufen. „Es wird sicher eine Artenschutz- und Umweltverträglichkeitsprüfung geben“, sagt RVR-Sprecherin Barbara Klask. Offen ist aber auch, wer den Weiterbau bezahlt. Die 5,8 Millionen Euro für den zweiten Abschnitt beglich der Versorger Uniper, weil er streckenweise parallel zum neuen Radweg eine Fernwärmeleitung vom Kraftwerk Datteln IV bis nach Grullbad baute. Für einen möglichen dritten Abschnitt fehlt ein solcher Sponsor noch.

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