Kultur

Große Freude bei der Philharmonie

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RECKLINGHAUSEN - Gute Nachrichten aus Düsseldorf: Auch Recklinghausen wird von der Erhöhung des NRW-Kulturetats um 20 Millionen Euro profitieren. Freuen kann sich jetzt schon die Neue Philharmonie Westfalen (NPW). Nach Informationen dieser Zeitung erhält das Landesorchester für 2018 und 2019 je rund 400.000 Euro mehr.

Neuigkeiten, die aufatmen lassen, und die Existenz des Klangkörpers auch nach 2021 auf sichere Füße stellen. Denn nur bis zu diesem Jahr hat das Orchester Bestandsgarantie. Zur Erinnerung: Als die NPW 2015 infolge von Tariferhöhungen in eine wirtschaftliche Schieflage geriet und vor dem Aus stand, sicherte ein Haustarifvertrag den Fortbestand.

Die Musiker verzichten seitdem auf Teile ihres Gehaltes, und das Orchester schrumpfte um zehn Stellen auf 114 Musiker. Alle Träger stockten damals ihre Zuschüsse auf (Land NRW: 2,57 Mio. Euro + 52.000 Euro, LWL: 346.000 Euro + 100.000 Euro, Kreis Unna: 540.000 Euro + 100.000 Euro, Gelsenkirchen: 3,9 Mio. Euro + 300.000 Euro und Recklinghausen: 1,08 Mio. Euro + 175.000 Euro).

So verhalten das Land seinerzeit drauflegte, so großzügig ist das neue Kulturministerium um Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) jetzt. Die konkreten Zahlen wollte Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) gestern zwar noch nicht bestätigen. Gleichwohl unterstreiche eine Zuschusserhöhung die Wertschätzung des größten Landesorchesters und sei ein Beleg für die hervorragende Arbeit von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann und seinen enorm fleißigen Musikerinnen und Musikern.

„Das Mehr an Geld ist eine gute Basis, den Haustarifvertrag bis 2021 erfüllen zu können“, sagte Tesche. Die Erhöhung werde in Tariferhöhungen und die Risikovorsorge fließen, und das Geld werde helfen, das Delta von 700.000 Euro ab 2022 in der Orchesterkasse abzufedern. Er hoffe, dass sich die Erhöhung des Landeszuschusses verstetige, sodass der Haustarifvertrag auf Dauer in Teilen aufgehoben werden könne.

Aber auch andere Kultureinrichtungen der Stadt können noch auf höhere Zuschüsse aus dem Landes-Kultursäckel hoffen. Die Musikschule hat laut Fachbereichsleiterin Beate Ehlert-Willert just die Anträge auf den Weg gebracht. Die Museen und die Stadtbücherei werden ebenfalls ein Stück vom großen Kuchen abbekommen. Ob auch Festivals bedacht werden und die Ruhrfestspiele profitieren könnten, will Tesche noch in Düsseldorf in Erfahrung bringen.

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