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Die alte Kuniberg-Aula aus dem Jahre 1968 ist inzwischen abgerissen. Foto: Gutzeit

Kuniberg-Renovierung

Neue Aula am Berufskolleg in Recklinghausen nicht für alle?

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RECKLINGHAUSEN - Anfang März haben die Abrissarbeiten begonnen, inzwischen ist die Aula Kuniberg Geschichte. Das alte Gebäude wurde entkernt, im Anschluss der Beton zerkleinert und abtransportiert. Die Bagger habendie in die Jahre gekommene Aula dem Erdboden gleich gemacht.

Sobald die Stadt die Baugenehmigung erteilt hat, soll der Neubau am Berufskolleg starten. Im Herbst 2020, so der Plan, soll das neue „Forum Kuniberg“ dann fertig sein.

Die alte Aula des Berufskollegs war stark sanierungsbedürftig, auch die technische Infrastruktur entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Große Teile des Gebäudes stammten noch aus dem Entstehungsjahr 1968. Im Mai 2017 hatte der Kreistag Abriss und Neubau beschlossen.

Das Nutzungskonzept für das neue multifunktional nutzbare Gebäude hat der Kreis Recklinghausen als Bauherr in enger Absprache mit der Schule erstellt. „Der neue Raum wird teilbar sein, dort können Großveranstaltungen und Präsentationen stattfinden, er kann sich aber auch in mehrere kleinere schulische Fachräume verwandeln“, sagt der stellvertretende Schulleiter Heinz Erzkamp.

„Wir sind aktuell noch im Planungsstadium.“ Noch sei das letzte Wort in allen Detailfragen nicht gesprochen. Fest stehe aber, dass das neue Kuniberg-Forum keine feste Bühne mehr erhalten wird. „Wir denken allerdings darüber nach, eine mobile kleine Bühne anzuschaffen, die von unserer Theatergruppe oder der Kultur-AG als Proben- und Aufführungsort genutzt werden kann“, so Erzkamp. Ob Chöre, die Plattdeutsche Bühne, die städtische Musikschule oder andere externe Initiativen das Kuniberg-Forum in Zukunft wie bisher für Aufführungen nutzen können, sei noch unklar, aber eher unwahrscheinlich.

Fakt ist: Auch wenn die Aula stark in die Jahre gekommen und marode war, wird sie schon jetzt von vielen Kulturgruppen und Kleinkünstlern vermisst. „Die Größe war mit rund 250 ansteigenden Sitzplätzen optimal für unsere Aufführungen“, hofft auch Chorleiterin Katharina Höhne auf eine Folgenutzung im Neubau. Finanziert werden Abriss und Neubau, der mit drei Millionen Euro kalkuliert ist, über Fördermittel aus dem Landesprogramm Gute Schule 2020.

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