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Doppel-Ausstellung: Ludger Hinse zeigt seine Arbeiten in St. Peter und im Ikonen-Museum.

Kunst

Ludger Hinse stellt an zwei Orten aus

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RECKLINGHAUSEN - Unter dem Titel „Weiß – eine spirituelle Farbe“ stellt der Recklinghäuser Künstler Ludger Hinse ab Sonntag, 2. Dezember, rund ein Dutzend Bilder erstmals in seiner Heimatstadt aus. Und das an zwei benachbarten Orten am Kirchplatz: in der Propsteikirche St. Peter und im Ikonen-Museum.

Weiß, das Symbol für Unschuld und Reinheit, kommt bei dem gläubigen Katholiken Ludger Hinse (70) auch diesmal vor allem in Kreuzform daher, mitunter umringt von schwarzer Finsternis. Dabei hält es Hinse mit den Autoren von Märchen und modernen Science-Fiction-Sagas: „Am Ende siegt das Weiße.“ Die Kreuze hat Ludger Hinse aus Wachs auf die Leinwand gebracht – eine weitere sakrale Andeutung.

Über das Spannungsfeld von Kunst und Glaube wollen Propst und St.-Peter-Hausherr Jürgen Quante und Museumsdirektor Dr. Hans-Jürgen Schwalm bei der Ausstellungseröffnung um 15 Uhr mit dem Künstler sprechen. Die Standpunkte sind verschieden. Während der Christ Hinse Weiß für eine „heilige Farbe“ hält, spricht Dr. Hans-Jürgen Schwalm lieber von „spirituell“. Ein Museum ist für ihn kein sakraler Raum.

Ludger Hinse, der frühere Chef der IG Metall in Bochum, sieht durchaus Parallelen zwischen Kirchen und Museen: „Beide Räume sind ähnlich aufgeladen.“ Das zeige sich schon daran, dass die Menschen für gewöhnlich im Gotteshaus wie im Museum ihre Stimmen senken.

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