Landgericht Bochum

Ehemann wegen Vergewaltigung angeklagt

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RECKLINGHAUSEN - Weil er seine Ehefrau vergewaltigt haben soll, muss sich ein 55-jähriger Recklinghäuser vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Der Schichtarbeiter beteuert seine Unschuld, inzwischen gibt es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Ehefrau.

Die Anschuldigungen gehen auf die Jahre 2004 und 2012/2013 zurück. Damals wohnte der Schichtarbeiter noch mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in einer Wohnung in Ost. Nach Angaben des 55-Jährigen leben er und seine Familie seit 2015 getrennt. Vor sechs Jahren, am 31. Januar 2013, soll im Schlafzimmer der Eheleute ein brutales Verbrechen passiert sein. Laut Anklage hatte sich die Frau wegen einer Erkältung früh ins Schlafzimmer zurückgezogen. Dem offenbar sexhungrigen Angeklagten soll das jedoch nicht gepasst haben. Er soll seine Frau ans Bett fixiert, sie rund eine halbe Stunde mit einem Sex-Spielzeug gequält und dann vergewaltigt haben.

Daneben soll der 55-Jährige zweimal seinen Sohn (damals 16) misshandelt haben, indem er ihm als Strafe für unerwünschtes Rauchen im Garten eine glühende Zigarette auf dem Arm ausgedrückt haben soll. Der dritte Anklagepunkt betrifft erneut eine Vergewaltigung. Im Oktober 2004 soll der Schichtarbeiter trotz heftiger Gegenwehr durch Boxen und Kratzen sexuell über seine Frau hergefallen sein. Der Angeklagte erklärte, er habe weder seiner Frau noch seinem Sohn jemals Gewalt angetan. „Alle Dinge, die meine Frau und ich im Bett praktiziert haben, sind immer abgesprochen gewesen.“

Die Richter haben sich auf eine umfangreiche Beweisaufnahme eingestellt. Zur Einschätzung der Belastungszeugin ist im Vorfeld ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellt worden, das vorläufige Ergebnis soll Mängel an der Glaubhaftigkeit ihrer Angaben aufgedeckt haben.

Rubriklistenbild: © Thomas Nowaczyk

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